Der Tempel der tausend Spiegel
Das Geheimnis der Zufriedenheit
Die Geschichte von zwei Freunden
Ich bin das Licht. Die kleine Seele spricht mit Gott
Die Geschichte mit dem Baum und der Eichel ( Bewusst-SEIN )
Naturkatastrophen sind nicht gottgewollt
Die Macht deiner Worte und Gedanken
Die Geschichte vom Blumentopf und dem Bier
Eine süße Bisamratte und ihr Bisamratten-Gatte
18 - Kleine Tipps um in der Kraft zu bleiben
Die Blume, die Kerze und der Stern
*Das Glück liegt auf der Strasse*
Einmal, vor zeitloser Zeit, da war eine kleine Seele, die sagte zu
Gott: "Ich weiß, wer ich bin!" Und Gott antwortete: "Oh, das ist ja
wunderbar! Wer bist du denn?" Die kleine Seele rief: "Ich bin das
Licht!" Und auf Gottes Gesicht erstrahlte das schönste Lächeln. "Du
hast recht", bestätigte er, "du bist das Licht!" Da war die kleine
Seele überglücklich, denn sie hatte genau das entdeckt, was alle
Seelen im Himmelreich herausfinden wollen. "Hey", sagte die kleine
Seele, "das ist ja Klasse!"
Doch bald genügte es der kleinen Seele nicht mehr, zu wissen, wer
sie war. Sie wurde unruhig, ganz tief drinnen, und wollte nun sein,
wer sie war. So ging sie wieder zu Gott. Es ist übrigens keine
schlechte Idee, sich an Gott zu wenden, wenn man das sein möchte,
was man eigentlich ist.
Sie sagte: "Hallo Gott! Nun, da ich weiß, wer ich bin, könnte ich es
nicht auch sein?" Und Gott antwortete der kleinen Seele: "Du meinst,
dass du sein willst, was du schon längst bist?" "Also", sprach die
kleine Seele, "es ist schon ein Unterschied, ob ich nur weiß, wer
ich bin, oder ob ich es auch wirklich bin. Ich möchte fühlen, wie es
ist, das Licht zu sein!" "Aber du bist doch das Licht", wiederholte
Gott, und er lächelte wieder. Doch die kleine Seele jammerte: "Ja,
aber ich möchte doch wissen, wie es sich anfühlt, das Licht zu
sein!" Gott schmunzelte: "Nun, das hätte ich mir denken können. Du
warst schon immer recht abenteuerlustig. Es gibt da nur eine Sache
...", und Gottes Gesicht wurde ernst.
"Was denn?" fragte die kleine Seele. "Nun. Es gibt nichts anderes
als Licht. Weißt du, ich habe nichts anderes erschaffen als das, was
du bist. Und deshalb wird es nicht so einfach für dich, zu werden,
wer du bist. Denn es gibt nichts, das nicht so ist wie du." "Wie?"
fragte die kleine Seele und war ziemlich verwirrt. "Stell es dir so
vor", begann Gott, "du bist wie der Schein einer Kerze in der Sonne.
Das ist auch richtig so. Und neben dir gibt es noch viele Millionen
Kerzen, die gemeinsam die Sonne bilden. Doch die Sonne wäre nicht
die Sonne, wenn du fehlen würdest. Schon mit einer Kerze weniger
wäre die Sonne nicht mehr die Sonne, denn sie könnte nicht mehr ganz
so hell strahlen. Die große Frage ist also: Wie kannst du
herausfinden, dass du Licht bist, wenn du überall von Licht umgeben
bist?"
Da sagte die kleine Seele frech: "Du bist doch Gott! Überlege dir
halt etwas!" "Du hast recht!" sagte Gott und lächelte wieder. "Und
mir ist auch schon etwas eingefallen. Da du Licht bist und dich
nicht erkennen kannst, wenn du nur von Licht umgeben bist, werden
wir dich einfach mit Dunkelheit umhüllen." "Was ist den Dunkelheit?"
fragte die kleine Seele. Gott antwortete: "Die Dunkelheit ist das,
was du nicht bist." "Werde ich Angst davor haben?" rief die kleine
Seele. "Nur, wenn du Angst haben willst", antwortete Gott. "Es gibt
überhaupt nichts, wovor du dich fürchten müsstest, es sei denn, du
willst dich fürchten. Weißt du, die ganze Angst denken wir uns nur
selbst aus." "Oh!", die kleine Seele nickte verständig und fühlte
sich gleich wieder besser.
Dann erklärte Gott, dass oft erst das Gegenteil von dem erscheinen
müsse, was man erfahren wolle. "Das ist ein großes Geschenk", sagte
Gott, "denn ohne das Gegenteil könntest du nie erfahren, wie etwas
wirklich ist. Du würdest Wärme nicht ohne Kälte erkennen, oben nicht
ohne unten, schnell nicht ohne langsam. Du könntest rechts nicht
ohne links erkennen, hier nicht ohne dort und jetzt nicht ohne
später. Und wenn du von Dunkelheit umgeben bist", schloss Gott ab,
"dann balle nicht deine Faust, und erhebe nicht deine Stimme, um die
Dunkelheit zu verwünschen. Sei lieber ein Licht in der Dunkelheit,
statt dich über sie zu ärgern. Dann wirst du wirklich wissen, wer du
bist, und alle anderen werden es auch wissen. Lass dein Licht
scheinen, damit die anderen sehen können, dass du etwas Besonderes
bist."
"Meinst du wirklich, es ist in Ordnung, wenn die anderen sehen
können, dass ich etwas Besonderes bin?" "Natürlich!" Gott lächelte.
"Es ist sogar sehr in Ordnung. Doch denke immer daran: etwas
Besonderes zu sein heißt nicht, 'besser' zu sein. Jeder ist etwas
Besonderes, jeder auf seine Weise. Doch die meisten haben das
vergessen. Erst wenn sie merken, dass es für dich in Ordnung ist,
etwas Besonderes zu sein, werden sie begreifen, dass es auch für sie
in Ordnung ist." "Hey!" rief die kleine Seele und tanzte, hüpfte und
lachte voller Freude. "Ich kann also so besonders sein, wie ich
will!" "Ja, und du kannst auch sofort damit anfangen", sagte Gott,
und tanzte, hüpfte und lachte mit der kleinen Seele. "Wie möchtest
du denn besonders gerne sein?" "Was meinst du mit wie?" fragte die
kleine Seele. "Das verstehe ich nicht...!" "Nun, das Licht zu sein
bedeutet, etwas Besonderes zu sein. Und das kann sehr viel bedeuten.
Es ist etwas Besonderes, freundlich zu sein. Es ist etwas
Besonderes, sanft zu sein. Es ist etwas Besonderes, schöpferisch zu
sein. Es ist etwas Besonderes, geduldig zu sein. Fallen dir noch
andere Dinge ein, mit denen man etwas Besonderes sein kann?"
Die kleine Seele saß einen Moment lang ganz still da. Dann rief sie:
"Ja, ich weiß eine ganze Menge anderer Dinge, mit denen man etwas
Besonderes sein kann! Es ist etwas Besonderes hilfreich zu sein. Es
ist etwas Besonderes, rücksichtsvoll zu sein, und es ist etwas
Besonderes, miteinander zu teilen!" "Ja", stimmte Gott zu, "und all
das kannst du jederzeit auf einmal sein - oder auch nur ein Teil
davon. Dies ist die wahre Bedeutung davon, Licht zu sein." "Ich
weis, was ich sein will! Ich weiß, was ich sein will!" rief die
kleine Seele ganz aufgeregt Ich möchte der Teil des Besonderen sein,
den man Vergebung' nennt. Ist zu vergeben nicht etwas Besonderes?"
"Oh ja!" versicherte Gott der kleinen Seele. "Dies ist etwas ganz
Besonderes!" "In Ordnung!" sagte die kleine Seele. Das ist es, was
ich sein will. Ich möchte Vergebung sein. Ich möchte mich selbst als
genau das erfahren." "Gut", sagte Gott, "doch da gibt es noch eine
Sache, die du wissen solltest." Die kleine Seele wurde langsam etwas
ungeduldig. Immer schien es irgendwelche Schwierigkeiten zu geben.
"Was denn noch?" stöhnte sie.
"Es gibt keinen, dem du vergeben müsstest." "Keinen?" Die kleine
Seele konnte kaum glauben, was Gott da sagte. "Keinen!" wiederholte
Gott. "Alles, was ich erschaffen habe, ist vollkommen. Es gibt in
meiner ganzen Schöpfung keine einzige Seele, die weniger vollkommen
wäre als du. Schau dich doch mal um." Da sah die kleine Seele, dass
viele andere Seelen sich um sie herum versammelt hatten. Sie waren
von überall her aus dem Himmelreich gekommen. Es hatte sich nämlich
herumgesprochen, dass die kleine Seele eine ganz besondere
Unterhaltung mit Gott führte, und jede Seele wollte hören, worüber
die beiden sprachen. Als die kleine Seele die unzähligen anderen
Seelen betrachtete, musste sie zugeben, dass Gott recht hatte. Keine
von ihnen war weniger schön, weniger strahlend oder weniger
vollkommen als sie selbst. Die anderen Seelen waren so wundervoll,
ihr Licht strahlte so hell, dass die kleine Seele kaum hinsehen
konnte. "Wem willst du nun vergeben?" fragte Gott. "Au weia, das
wird aber wenig Spaß machen!" brummte die kleine Seele vor sich hin.
"Ich möchte mich selbst als jemand erfahren, der vergibt. Ich hätte
so gerne gewusst, wie man sich mit diesem Teil des Besonderen
fühlt." Und so lernte die kleine Seele, wie es sich anfühlt, traurig
zu sein.
Doch da trat eine freundliche Seele aus der großen Menge hervor. Sie
sagte: "Sei nicht traurig, kleine Seele, ich will dir helfen."
"Wirklich?" rief die kleine Seele. "Doch was kannst du für mich
tun?" "Ich kann dir jemand bringen, dem du vergeben kannst!" "Oh
wirklich?" "Ja, ganz bestimmt", kicherte die freundliche Seele. "Ich
kann in dein nächstes Erdenleben kommen und dir etwas antun, damit
du mir vergeben kannst." "Aber warum willst du das für mich tun?"
fragte die kleine Seele. "Du bist doch ein vollkommenes Wesen! Deine
Schwingungen sind so hoch, und dein Licht leuchtet so hell, dass ich
dich kaum anschauen kann! Was bringt dich bloß dazu, deine
Schwingungen so zu verringern, dass dein Licht dunkel und dicht
wird? Du bist so licht, dass du auf den Sternen tanzen und in
Gedankenschnelle durch das Himmelreich sausen kannst. Warum solltest
du dich so schwer machen, um mir in meinem nächsten Leben etwas
Böses antun zu können?" "Ganz einfach!" sagte die freundliche Seele.
"Weil ich dich lieb habe!" Diese Antwort überraschte die kleine
Seele. "Du brauchst nicht erstaunt zu sein", sagte die freundliche
Seele. "Du hast dasselbe auch für mich getan. Weißt du es nicht
mehr? Wir haben schon so oft miteinander getanzt. Ja, du und ich!
Wir haben durch Äonen und alle Zeitalter hindurch und an vielen
Orten miteinander gespielt. Du hast es nur vergessen. Wir beide sind
schon alles gewesen. Wir waren schon oben und waren unten, wir waren
schon rechts und waren links. Wir waren hier und waren dort, wir
waren im Jetzt und waren im Später. Wir waren schon Mann und waren
Frau, wir waren gut und waren schlecht - beide waren wir schon das
Opfer, und beide waren wir der Schurke. So kommen wir immer wieder
zusammen und helfen uns immer wieder, das auszudrücken, was wir
wirklich sind. Und deshalb", erklärte die freundliche Seele weiter,
"werde ich in dein nächstes Erdenleben kommen und der Bösewicht
sein. Ich werde dir etwas Schreckliches antun, und dann kannst du
dich als jemand erfahren, der vergibt."
"Aber was wirst du tun?" fragte die kleine Seele, nun doch etwas
beunruhigt. "Was wird denn so schrecklich sein?" "Oh", sagte die
freundliche Seele mit einem Lächeln, "uns wird schon was einfallen!"
Dann wurde die freundliche Seele sehr ernst und sagte mit leiser
Stimme: "Weißt du, mit einer Sache hast du vollkommen recht gehabt."
"Mit was denn", wollte die kleine Seele wissen. "Ich muss meine
Schwingung sehr weit herunterfahren und sehr schwer werden, um diese
schreckliche Sache tun zu können. Ich muss so tun, als ob ich jemand
wäre, der ich gar nicht bin. Und dafür muss ich dich um einen
Gefallen bitten." "Du kannst dir wünschen, was du willst!" rief die
kleine Seele, sprang umher und sang: "Hurra, ich werde vergeben
können! Ich werde vergeben können!" Da bemerkte die kleine Seele,
dass die freundliche Seele sehr still geworden war. "Was ist? Was
kann ich für dich tun?" fragte die kleine Seele. "Du bist wirklich
ein Engel, wenn du diese schreckliche Sache für mich tun willst!" Da
unterbrach Gott die Unterhaltung der beiden Seelen: "Natürlich ist
diese freundliche Seele ein Engel! Jedes Wesen ist ein Engel! Denke
immer daran: Ich habe dir immer nur Engel geschickt!"
Die kleine Seele wollte doch so gern den Wunsch der freundlichen
Seele erfüllen und fragte nochmals: "Sag schon was kann ich für dich
tun?" Die freundliche Seele antwortete: "In dem Moment, in dem wir
aufeinander treffen und ich dir das Schreckliche antue - in jenem
Moment, in dem ich das Schlimmste tue, was du dir vorstellen
kannst-, also in diesem Moment..." "Ja?" sagte die kleine Seele,
ja...?" Die freundliche Seele wurde noch stiller. "...denke daran,
wer ich wirklich bin!" "Oh, das werde ich bestimmt!" rief die kleine
Seele. "Das verspreche ich dir! Ich werde mich immer so an dich
erinnern, wie ich dich jetzt hier sehe!" "Gut!" sagte die
freundliche Seele. "Weißt du, ich werde mich so verstellen müssen,
dass ich mich selbst vergessen werde. Und wenn du dich nicht
erinnerst, wie ich wirklich bin, dann werde ich mich selbst für eine
sehr lange Zeit auch nicht daran erinnern können. Wenn ich vergesse,
wer ich bin, dann kann es passieren, dass auch du vergisst, wer du
bist. Und dann sind wir beide verloren. Dann brauchen wir eine
weitere Seele, die in unser Leben kommt und uns daran erinnert, wer
wir wirklich sind." Doch die kleine Seele versprach noch einmal:
"Nein, wir werden nicht vergessen, wer wir sind! Ich werde mich an
dich erinnern! Und ich werde dir sehr dankbar dafür sein, dass du
mir dieses große Geschenk machst - das Geschenk, dass ich erfahren
darf, wer ich wirklich bin."
Und so schlossen die beiden Seelen ihre Vereinbarung. Die kleine
Seele begab sich in ein neues Erdenleben. Sie war ganz begeistert,
dass sie das Licht war, das so besonders ist, und sie war so
aufgeregt, dass sie jener Teil des Besonderen sein durfte, der
"Vergebung" heißt. Sie wartete begierig darauf, sich selbst als
Vergebung erfahren zu können und der anderen Seele dafür danken zu
dürfen, dass sie diese Erfahrung möglich gemacht hat. Und in jedem
Augenblick dieses neuen Erdenlebens, wann immer eine neue Seele
auftauchte, ob sie nun Freude oder Traurigkeit brachte - natürlich
besonders wenn sie Traurigkeit brachte -, fiel der kleinen Seele
ein, was Gott ihr einst mit auf den Weg gegeben hatte:
"Denke stets daran", hatte Gott mit einem Lächeln gesagt, "ich habe
dir immer nur Engel geschickt!"
Gebundene Ausgabe - Edition
Sternenprinz
Erscheinungsdatum: 1999
Zwei Freunde wanderten durch die Wüste. Während der Wanderung kam es zu einem Streit und der eine schlug dem anderen im Affekt ins Gesicht.
Der Geschlagene war gekränkt. Ohne ein Wort zu sagen, kniete er nieder und schrieb folgende Worte in den Sand:
"Heute hat mich mein bester Freund ins Gesicht geschlagen."
Sie setzten ihre Wanderung fort und kamen bald darauf zu einer Oase. Dort beschlossen sie beide, ein Bad zu nehmen. Der Freund, der geschlagen worden war, blieb auf einmal im Schlamm stecken und drohte zu ertrinken. Aber sein Freund rettete ihn buchstäblich in letzter Minute.
Nachdem sich der Freund, der fast ertrunken war, wieder erholt hatte, nahm er einen Stein und ritzte folgende Worte hinein:
"Heute hat mein bester Freund mir das Leben gerettet."
Der Freund, der den anderen geschlagen und auch gerettet hatte, fragte erstaunt: "Als ich dich gekränkt hatte, hast du deinen Satz nur in den Sand geschrieben, aber nun ritzt du die Worte in einen Stein. Warum?"
Der andere Freund antwortete:
"Wenn uns jemand gekränkt oder beleidigt hat, sollten wir es in den Sand schreiben, damit der Wind des Verzeihens es wieder auslöschen kann. Aber wenn jemand etwas tut, was für uns gut ist, dann können wir das in einen Stein gravieren, damit kein Wind es jemals löschen kann."
Verfasser unbekannt,
Es war eines Tages im
Frühling, als eine Frau vor ihrem Haus drei alte Männer stehen sah.
Sie hatten lange weiße Bärte und sahen aus, als wären sie schon weit
herumgekommen.
Obwohl sie die Männer
nicht kannte, folgte sie ihrem Impuls, sie zu fragen, ob sie
vielleicht hungrig seien und mit hinein kommen wollten.
Da antwortete er eine
von ihnen: "Sie sind sehr freundlich, aber es kann nur einer von uns
mit Ihnen gehen. Sein Name ist Reichtum" und deutete dabei auf den
Alten, der rechts von ihm stand. Dann wies er auf den, der links von
ihm stand und sagte: "Sein Name ist Erfolg. Und mein Name ist Liebe.
Ihr müsst euch überlegen, wen von uns ihr ins Haus bitten wollt."
Die Frau ging ins
Haus zurück und erzählte ihrem Mann, was sie gerade draußen erlebt
hatte. Ihr Mann war hoch erfreut und sagte: "Toll, lass uns doch
Reichtum einladen".
Seine Frau aber
widersprach: "Nein, ich denke wir sollten lieber Erfolg einladen."
Die Tochter aber
sagte: "Wäre es nicht schöner, wir würden Liebe einladen?"
"Sie hat Recht",
sagte der Mann. "Geh raus und lade Liebe als unseren Gast ein". Und
auch die Frau nickte und ging zu den Männern.
Draußen sprach sie:
"Wer von euch ist Liebe? Bitte kommen Sie rein und seien Sie unser
Gast".
Liebe machte sich auf
und ihm folgten die beiden anderen.
Überrascht fragte die
Frau Reichtum und Erfolg: "Ich habe nur Liebe eingeladen. Warum
wollt Ihr nun auch mitkommen?"
Die alten Männer
antworteten im Chor: "Wenn Sie Reichtum oder Erfolg eingeladen
hätten, wären die beiden anderen draußen geblieben. Da Sie aber
Liebe eingeladen haben, gehen die anderen dorthin, wohin die Liebe
geht."
Verfasser unbekannt,
eingesandt von einer
Zeit
zu leben – Leserin
Eines Tages kam ein Bekannter zum griechischen Philosophen Sokrates gelaufen.
"Höre, Sokrates, ich muss dir berichten, wie dein Freund...."
"Halt ein" unterbrach ihn der Philosoph.
"Hast du das, was du mir sagen willst, durch drei Siebe gesiebt?"
"Drei Siebe? Welche?" fragte der andere verwundert.
"Ja! Drei Siebe! Das erste ist das Sieb der Wahrheit. Hast du das, was du mir berichten willst, geprüft ob es auch wahr ist?"
"Nein, ich hörte es erzählen, und..."
"Nun, so hast du sicher mit dem zweiten Sieb,
dem Sieb der Güte, geprüft.
Ist das, was du mir erzählen willst -
wenn es schon nicht wahr ist - wenigstens gut?"
Der andere zögerte. "Nein, das ist es eigentlich nicht. Im Gegenteil....."
"Nun", unterbrach ihn Sokrates.
"so wollen wir noch das dritte Sieb nehmen und uns fragen ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so zu erregen scheint."
"Notwendig gerade nicht...."
"Also", lächelte der Weise,
"wenn das, was du mir eben sagen wolltest,
weder wahr noch gut noch notwendig ist,
so lass es begraben sein und belaste weder dich noch mich damit."
(nach Sokrates,eingeschickt von einer Zeit zu leben-Leserin
Eines Tages kam ein Zündholz zur Kerze und sagte:
"Ich habe den Auftrag, dich anzuzünden."
"O nein!" erschrak da die Kerze.
"Nur das nicht. Wenn ich brenne, sind meine Tage gezählt! Niemand mehr wird meine Schönheit bewundern!" Und sie begann zu weinen.
Das Zündholz fragte:
"Aber willst du denn dein Leben lang kalt und hart bleiben, ohne je gelebt zu haben?"
"Aber brennen tut doch weh und zehrt an meinen Kräften",
schluchzte die Kerze unsicher und voller Angst.
"Das ist schon wahr." entgegnete das Zündholz.
"Aber das ist doch auch das Geheimnis unserer Berufung:
Wir sind berufen, Licht zu sein. Was ich tun kann, ist wenig.
Zünde ich dich aber nicht an, so verpasse ich den Sinn meines Lebens.
Ich bin dafür da, das Feuer zu entfachen. Du bist die Kerze.
Du sollst für andere leuchten und Wärme schenken.
Alles, was du an Schmerz und Leid und Kraft hingibst, wird verwandelt in Licht.
Du gehst nicht verloren, wenn du dich verzehrst.
Andere werden dein Feuer weitertragen.
Nur wenn du dich versagst,wirst du sterben.
Da spitzte die Kerze ihren Docht und sprach voller Erwartung:
"Ich bitte dich, zünde mich an. Verfasser unbekannt,
Eine Geschichte aus Indien
Es gab in Indien den Tempel der tausend Spiegel. Er lag hoch oben auf einem Berg und sein Anblick war gewaltig. Eines Tages kam ein Hund und erklomm den Berg. Er stieg die Stufen des Tempels hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel.
Als er in den Saal der tausend Spiegel kam, sah er tausend Hunde. Er bekam Angst, sträubte das Nackenfell, klemmte den Schwanz zwischen die Beine, knurrte furchtbar und fletschte die Zähne. Und tausend Hunde sträubten das Nackenfell, klemmten die Schwänze zwischen die Beine, knurrten furchtbar und fletschten die Zähne.
Voller Panik rannte der Hund aus dem Tempel und glaubte von nun an, dass die ganze Welt aus knurrenden, gefährlichen und bedrohlichen Hunden bestehe.
Einige Zeit später kam ein anderer Hund, der den Berg erklomm. Auch er stieg die Stufen hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel. Als er in den Saal mit den tausend Spiegeln kam, sah auch er tausend andere Hunde. Er aber freute sich. Er wedelte mit dem Schwanz, sprang fröhlich hin und her und forderte die Hunde zum Spielen auf.
Dieser Hund verließ den Tempel mit der Überzeugung, dass die ganze Welt aus netten, freundlichen Hunden bestehe, die ihm wohlgesonnen sind.
Es war einmal ein Wasserträger in Indien.
Auf seinen Schultern ruhte ein schwerer Holzstab, an dem rechts und links je ein großer Wasserkrug befestigt war.
Nun hatte einer der Krüge einen Sprung. Der andere hingegen war perfekt geformt und mit ihm konnte der Wasserträger am Ende seines langen Weges vom Fluss zum Haus seines Herren eine volle Portion Wasser abliefern. In dem kaputten Krug war hingegen immer nur etwa die Hälfte des Wassers, wenn er am Haus ankam.
Für volle zwei Jahre lieferte der Wasserträger seinem Herren also einen vollen und einen halbvollen Krug.
Der perfekte der beiden Krüge war natürlich sehr stolz darauf, dass der Wasserträger in ihm immer eine volle Portion transportieren konnte. Der Krug mit dem Sprung hingegen schämte sich, dass er durch seinen Makel nur halb so gut war wie der andere Krug.
Nach zwei Jahren Scham hielt der kaputte Krug es nicht mehr aus und sprach zu seinem Träger: "Ich schäme mich so für mich selbst und ich möchte mich bei dir entschuldigen."
Der Wasserträger schaute den Krug an und fragte: "Aber wofür denn? Wofür schämst du dich?"
"Ich war die ganze Zeit nicht in der Lage, das Wasser zu halten, so dass du durch mich immer nur die Hälfte zu dem Haus deines Herren bringen konntest. Du hast die volle Anstrengung, bekommst aber nicht den vollen Lohn, weil du immer nur anderthalb statt zwei Krüge Wasser ablieferst." sprach der Krug.
Dem Wasserträger tat der alte Krug leid und er wollte ihn trösten. So sprach er: "Achte gleich einmal, wenn wir zum Haus meines Herren gehen, auf die wundervollen Wildblumen am Straßenrand."
Der Krug konnte daraufhin ein wenig lächeln und so machten sie sich auf den Weg. Am Ende des Weges jedoch fühlte sich der Krug wieder ganz elend und entschuldigte sich erneut zerknirscht bei dem Wasserträger.
Der aber erwiderte: "Hast du die Wildblumen am Straßenrand gesehen? Ist dir aufgefallen, dass sie nur auf deiner Seite des Weges wachsen, nicht aber auf der, wo ich den anderen Krug trage? Ich wusste von Beginn an über deinen Sprung. Und so habe ich einige Wildblumensamen gesammelt und sie auf Deiner Seite des Weges verstreut. Jedes Mal, wenn wir zum Haus meines Herren liefen, hast du sie gewässert. Ich habe jeden Tag einige dieser wundervollen Blumen pflücken können und damit den Tisch meines Herren dekoriert. Und all diese Schönheit hast du geschaffen."
Autor unbekannt,
aus dem Englischen übersetzt
Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zenmeister.
"Herr", fragten sie "was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du."
Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."
Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: "Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?"
Es kam die gleiche Antwort: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ist und wenn ich esse, dann esse ich."
Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Meister nach einer Weile hinzu: "Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein."
(Quelle unbekannt)
Liebe Friedensarbeiterinnen,
liebe Friedensarbeiter,
Wir möchten Ihnen den folgenden Text der Autorin Leila Dregger zur
Veröffentlichung anbieten. Er zeigt die ganzheitlichen Hintergründe der
Naturkatastrophen auf: die Verbindungen zwischen menschlichem Tun und den
Selbstheilungsbewegungen der Erde, aber auch die Handlungsperspektiven der
Menschheit, die über ein Frühwarnsystem hinausgehen.
Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen.
Viele Grüße: Katja Long - Institut für Globale Friedensarbeit
Naturkatastrophen sind nicht
gottgewollt
Oder: Warum sind wir so dumm geworden?
Schnee in der Wüste, Seebeben im Indischen Ozean, Wirbelstürme, Fluten,
Dürre- und Kältewellen, sommerliche Temperaturen zu Weihnachten in
Nordeuropa: Der Planet gerät aus den Fugen. Im Grunde wussten wir es längst:
Wir können die Erde nicht ununterbrochen verletzen und dabei erwarten, dass
sie weiter ruhig ihre Bahn zieht. Seit wir die Warnungen von Umweltschützern
in den Wind geschlagen haben, leben wir in der Naherwartung einer
Katastrophe.
Die gesamte menschliche Zivilisation ist auf Zerstörung und Missachtung des Lebendigen aufgebaut. Solange wir diese Tatsache nicht erkennen und verändern, können vereinzelte Umweltreparaturen und Appelle an die Einsicht des Menschen nicht greifen.
Naturkatastrophen sind ein letzter Aufruf: Verlasst Babylon. Verlasst diese Lebensweise, die euch und die Erde zerstört. Es gibt eine Heilungsperspektive für die Erde; und es gibt eine Perspektive, wie der Mensch diese Katastrophen überleben kann.
Selbstheilungsvorgänge der
Erde
Gaia Erde ist ein äußerst belastungsfähiger Organismus. Sie verfügt über
hohe Kräfte der Regeneration und Selbstheilung. Auf alle Schäden reagiert
die Natur mit einem sofortigen Heilungsvorgang. Aber irgendwann ist eine
Grenze erreicht. Wenn die globale Gesamtbelastung zu groß wird, gerät die
Erde in einen kritischen Zustand, wo mit unvorhersehbaren Reaktionen zu
rechnen ist.
Warnungen hat es lange gegeben – nicht erst seit den „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome; aber die Appelle nützten nichts. Im Gegenteil: Die globale Wachstumsmaschine rast immer schneller, immer mehr Wälder, Tier- und Pflanzenarten werden in den Rachen einer sinnlosen Industrie geworfen, die Berge, Meere und Völker frisst und Asche hinterlässt. Zu den schon bekannten Zerstörungen vom Äußeren des Planeten kommt die Zerstörung seines Inneren, deren Auswirkungen noch wenig erforscht sind. Metalle, Kohle, Erdgas, Uran werden der Erde – auch an den heiligen Stätten uralter Kulturen – seit Jahrhunderten in solchen Mengen aus dem Leib gerissen, dass immense Hohlräume entstanden, die allein schon die Ursache für die Unruhen des Erdkörpers sein könnten. Seit Jahrzehnten haben die großen Militärmächte in der Tiefe der Weltmeere und in Wüsten Tausende von Atomversuchen durchgeführt – trotz aller Warnungen von geologischen Instituten, rücksichtslos gegen das labile Gleichgewicht der Erdschichten und rücksichtslos gegen alle menschlichen und tierischen Bewohner der Landschaften.
Kaum ein Einzelner kann sich dem Wahnsinn entziehen. Kaum ein Fleck auf der Erde, der frei ist von dem Wirken der Megamaschine. Gerade das Gebiet der jetzigen Tsunami-Katastrophe mit seinen traumhaften Landschaften und fast unberührten Inseln gehört mit seinem Sextourismus, seinen gigantischen Shrimps-Farmen, seinen Hinterhofproduktionsstätten der Globalisierung, den Atomversuchen Indiens, den Bürgerkriegen, der Ausrottung von Naturvölkern und Tierarten und seinen durch Börsenspekulation verarmten Menschen – zu den tragischsten Opfern der Globalisierung.
Warum sind wir so dumm
geworden?
Etwas in der Seele erstarrt, wenn wir diese Bilder sehen. Pukhet, Aceh,
Südindien und Sri Lanka: Warum werden gerade die Ärmsten der Armen Opfer?
Warum haben sogar die Tiere ein besseres Frühwarnsystem als der Mensch, da
viele doch vor der Welle ins Landesinnere liefen und sich retteten? Gibt es
einen Zusammenhang zwischen menschlichem Tun und dieser scheinbar reinen
Naturkatastrophe? Wie kommt es, dass der heutige Mensch trotz aller Technik
und Entwicklung so hilflos und unwissend ist?
Der moderne Mensch, der Sonden auf den Saturn schickt und ins Genmaterial eingreift, behauptet immer noch, Naturkatastrophen seien gottgegeben. Hier offenbart sich trotz aller Kontrolle über Lebensvorgänge sein Gefühl der Ohnmacht gegenüber der Wildnatur. Inzwischen sucht er keine Strategien mehr für die Heilung der Erde, kaum noch für Umweltreparaturen, sondern nur noch für verbesserte Warnsysteme. Mit anderen Worten: Der sich als Herrscher der Erde wähnte, denkt nur noch an Flucht.
Der Mensch ist dumm geworden. Indem er seine eigene Wildnatur bekämpfte und unterdrückte, unterdrückte er auch die Wildnatur der gesamten Gaia-Erde. So hat er das instinktive Wissen der Tiere vergessen. Er hat das Weltbild von Ureinwohnern belächelt oder romantisiert. Was diese aber intuitiv wussten, deutet auf eine Tatsache, die erst langsam wieder an das Licht des Bewusstseins kommt: Mensch und Erde sind ein Ganzes.
Gaia war erst der Anfang
Die Erde selbst ist lebendig. Sie ist ein sich selbst regulierendes,
lebendiges, unendlich vernetztes System. Das Wunder zeigt sich auf allen
Ebenen, vom Zusammenspiel der Millionen Moleküle, die sich in einer einzigen
Zelle befinden, bis zum Zusammenspiel der Lebewesen im tropischen Regenwald
oder in den Weltmeeren. Mensch, Natur und Erde sind eine Einheit. Das ist
keine religiöse Empfindung, sondern eine systemtheoretische Tatsache. Vom
leichtesten Wimpernschlag bis zum größten Orkan ist alles aufgehoben im
großen Ganzen der Erde, findet alles seinen Widerhall. Nichts existiert für
sich allein, alles lebt in einem hochentwickelten Gewebe sichtbarer und
unsichtbarer Gemeinschaften. Die Wälder und Ozeane, die Berge und alle Tier-
und Pflanzenarten sind Organe des Organismus Erde; jedes hat seine eigene
Aufgabe im Regelkreis; jedes steht in einem unmittelbaren
Kommunikationsfluss aus ständiger Rückkopplung mit dem großen Ganzen.
Die Gaia-Hypothese von James Lovelock war erst der Anfang; neuere Erkenntnisse gehen noch weiter: Leben und Bewusstsein wohnen aller Materie inne. Die gleichen Lebens- und Bewusstseinskräfte, die unseren Körper bewegen, strömen durch jedes Lebewesen, durch jeden Stein, durch die Erde als Ganzes; sie verursachen Wirbelstürme und Erdbeben ebenso wie das Öffnen einer Blüte, sie lenken die Tätigkeit unseres Verdauungssystems ebenso wie das Glück der großen Liebe. Wir finden die Bewegungsformen des Lebendigen im Pulsieren der Zellen, in der Bildung von Wolken, im Ausbruch eines Vulkans, in den Mäandern der Flüsse und in der Gedankentätigkeit unseren eigenen Geistes. Alles ist ein Sein.
Der verbundene und der
abgekoppelte Mensch
Alles ist ein Sein. Mensch und Erde sind eins. Man stelle sich für einen
Moment vor, tatsächlich in einer solchen Welt zu leben, in der täglichen
Erfahrung, mit allem verbunden zu sein, aufgehoben zu sein, verwandt zu sein
mit allem, was lebt. Menschen, die in diesem Bewusstsein aufgewachsen sind,
stehen in Kontakt mit dem Leben um sie herum und in sich. Sie erhalten eine
ständige, direkte Rückkopplung auf ihr Tun. So ist es kein religiöses Gebot,
sondern eine Erfahrung: Was ich einem Mitgeschöpf antue, tue ich mir selber
an. Was ich der Erde antue, tue ich mir ebenfalls selber an. Und was ich mir
oder einem Wesen antue, tue ich der Erde an. Wer mit geöffnetem Herzen seine
Mitgeschöpfe wahrnimmt, besitzt eine Richtschnur für sein Handeln und
braucht darüber hinaus keine besondere Moral. Eine solche Kultur besitzt
eine Selbstregulation, die sie stabil und belastungsfähig macht. Sie braucht
keine Gesetzbücher und keine Gefängnisse, denn kein Mensch kommt auf die
Idee, zu stehlen oder zu morden. Sie hat keine Massentierhaltung und keine
Konsumindustrie. Ihre Städte sind keine monotonen Betonwüsten, sondern
lichte Abbilder organischer Formen. Sie leben nicht in Vereinzelung und
Anonymität, sondern bilden Gemeinwesen, in denen die Menschen sich
aufeinander freuen und gerne miteinander in Kommunikation und Ergänzung
stehen.
Der heutige Mensch hat sich aus der Gemeinschaft des Lebens losgelöst. Er machte sich die Erde untertan, entheiligte sie und erklärte sie zur toten Materie, um sich ihrer Rohstoffe zu bemächtigen und in den Kampf zu ziehen. Er lebt in Trennung. Nur als getrenntes Wesen war es ihm möglich, das Zeitalter der Eroberungen, der sogenannten objektiven Wissenschaft, des Kapitalismus bis hin zur Globalisierung der Gewalt einzuleiten.
Indem der Mensch aber die Erde zu einer Sache machte, verlor er den Platz unter den Mitgeschöpfen und sein Gegenüber in der Natur. Er erhält keine Rückkopplung mehr für sein Tun, denn er empfindet nicht mehr den Schmerz der Kreatur und auch nicht mehr den Schmerz seiner Mitmenschen. Die größte Verletzung der Erde besteht vielleicht im gestörten Kontakt der Menschen untereinander, schreibt Dieter Duhm in seinem Buch „Die heilige Matrix“. Angst und Gewalt bilden eine Barriere, die die Kommunikation und den Kontakt zwischen Menschen sowie zwischen Menschen und Tieren blockiert. Hier liegt der Grund für seine Dummheit. Und hier liegt auch die Chance und die Notwendigkeit zum Neuanfang.
Biotope der Heilung
Lynn Margulis, die Mit-Verfasserin der Gaia-Hypothese schreibt: „Wenn wir
die ökologischen und sozialen Krisen, die wir selbst herbeigeführt haben,
überleben wollten, wären wir wohl gezwungen, uns auf völlig neue,
dramatische Gemeinschaftsunternehmungen einzulassen.“
Um den Selbstheilungsvorgang der Erde zu unterstützen und zu überleben, muss die Menschheit lernen, in Verbundenheit zu leben. Sie muss sich an das ursprüngliche Wissen des Schöpfungsganzen erinnern und es mit Hilfe von Wissenschaft, Ökologie und Technik auf unsere heutigen, modernen Bedingungen übersetzen. Sie muss wieder eintreten in die Gemeinschaft des Lebendigen. Das kann sie nur, wenn sie eintritt in eine Gemeinschaft unter Menschen.
Der Plan der Heilungsbiotope sieht vor, an geomantisch wichtigen Orten der Erde Forschungsbiotope für Mensch, Tiere und Natur zu installieren. Es sind Pilotmodelle für eine Friedenskultur zwischen Menschen und mit der Natur, für ein Öko-Hightech, das mit den Kräften der Natur kooperiert. Globale Friedenskräfte müssen jetzt zusammenarbeiten, um die finanziellen, politischen, wissenschaftlichen Mittel zusammenzubringen.
Naturkatastrophen sind nicht gottgewollt. Wir Menschen sind Gärtner der Erde, wir sind ihr Steuerungsorgan. Wir sind persönlich verantwortlich für ihr und unser Schicksal, wie der Astronaut Mitchell erkannte, als er vom Weltraum aus seinen Heimatplaneten erblickte.
Die Erde ist im Aufruhr. Diesen Aufruhr zu verstehen, in ihm unseren eigenen Aufruhr zu erkennen und ihn umzuwandeln in entschlossenes Handeln – darin liegt die wachsende Herausforderung der Naturkatastrophen: Bildet neue Netzwerke, entwickelt neue Konzepte und schafft Orte, an denen die inneren Zusammenhänge des Friedens verstanden und geschaut werden können!
Von Leila Dregger
Literaturhinweise:
Dieter Duhm: Die heilige Matrix – von der Matrix der Gewalt zur Matrix des Lebens.
James Lovelock: Die Erde ist ein Lebewesen.
Helmut von Kritzinger
„Du bist verwandelt- oder bin es ich
und giess des nahen Himmels Glanz in Dich und bin verklärten Liedes letzter Klang Vollendung und Beginn im neuen Sang ?“
Ephides
*Schöpfung und Androgynität *
Auf der Suche nach Harmonie und Vollkommenheit ist im Menschen die Ursehnsucht nach Vereinigung der Trinität Körper-Seele und Geist von Natur aus angelegt. Es handelt sich hierbei um eine /archetypische Anlage/, ein Urmuster, das von jedem Lebewesen dieser Erde bevorzugt wird und /nicht /durch das Wesen selbst als solche entwickelt wurde.
Diese Anlagen sind nicht mit Instinkten oder ähnlichen Definitionen zu verwechseln. Nirgendwo zeigen sich die Entwicklungsmöglichkeiten des Menschen in Form von Schicksal deutlicher als in zwischenmenschlichen Beziehungen. *Keine Ebene des Lebens repräsentiert klarer unsere verlorenen Seelenanteile, welche meist als Schatten auf den Partner projiziert werden. *Wollen wir nun zuerst die Grundlage dieser Ursehnsucht aus kosmologischer Sicht beleuchten, der Partnerschaft zugrunde liegt.
*Denkvoraussetzung *Um sich ein Bild dieser archetypischen Veranlagung zu machen, sollte folgende Denkvoraussetzung geklärt sein: *Die Schöpfung selbst, eine Art universaler Geist, unterhält durch zwei scheinbar entgegengesetzte Energien einen unvorstellbar grossen Evolutionszyklus von Werden und Vergehen*. Das Bild eines überdimensionalen Ovals oder einer Gebärmutter entspricht der makrokosmischen Form vieler gleichzeitig nebeneinander existenter Universen, die in astronomischer Genauigkeit in zyklischen Kreisbewegungen rotieren. Eine Hilfe mag das Wechselspiel das Tao-Symbols sein, der Symbiose der Yin - und Yang - Energien. ( [ )
*Die Schöpfung selbst kann in drei Erscheinungsformen dargestellt werden: *
*1. In nichtmanifester Form; der ursprüngliche Zustand der Schöpfung ist formlose Leere, die als Zentrum eine gewaltige Lichtquelle besitzt. *
*2. In manifestierter, bekannter physikalischer Form; Myriaden von Planeten und offenen Materieteilen folgen dem Urgesetz von Anziehung und Abstossung. *
*3. Als Mensch, die mikrokosmische Nachbildung der Schöpfung. *
Die Schöpfung lebt von /zwei/ Aspekten der einen Schöpfungsenergie, die sich symbolisch an dem Punkt der Entstehung aller Welten trennt, um sich ausschliesslich in entgegengesetzter Richtung in Kreisform von den zwei Enden dieses Kreises her gesehen, wieder aufeinander zuzubewegen. So verstehen wir auch die mythologische Bedeutung der Urschlange /Oroboros/, die zeit- und raumlos in ewiger Wiederkehr sich selbst in den eigenen Schwanz beisst; *dass Ende ist gleichzeitig auch der Anfang aller Erscheinungsformen dieses Kosmos*.
_Gleichwohl beruht die Dynamik der Schöpfung auf der Wechselwirkung von negativen und positiven Polen, dem Evolutionsprozess selbst_, *der eine Urenergie trennt, um ein hohes Schwingungspotential auf eine niedere, molekulare Form von Materie zu transformieren, um in dieser Frequenz biologisches Lebens zu ermöglichen*.
*Die "Trennung" der Urenergie selbst ist keine tatsächliche Spaltung, da beide Pole, nennen wir Sie negativ-positiv, männlich-weiblich, yin-yang, anima-animus oder elektrisch-magnetisch sich durch einen willkürlichen Kreisbogen wechselseitig wieder anziehen müssen*.
/So ist das Spannungsfeld beider Pole nichts anderes als eine Erweiterung der Schöpfungsenergie auf einen unendlich grossen Raum projiziert. So entsteht Leben in makro- wie mikrokosmischer Form! /
Raum und Zeit sind demnach nur Erweiterungen dieser Schöpfungsmatrix, in welcher sich Materie in vielfältigster Form entwickeln kann. Betrachten wir die Schöpfung als Eiform, dehnt sich das positive Ende soweit in den kosmischen Raum aus, bis es das andere Ende, die Zeit, den negativen Pol automatisch wieder erreicht hat. Die zwischenzeitlichen "Gegensätze“, die zwei Pole, ziehen sich an und vereinigen sich wieder zur Grundsubstanz.
Das Zentrum selbst bleibt bestehen, Materie füllt die Matrix, das Muster, welches durch den Urraum vorgezeichnet wurde, wird belebt und verwandelt sich in eine eigenständige Tätigkeit, nämlich der Evolution selbst.
Diese Energiesubstanz entspricht jedoch einer Erhöhung der grundlegenden Schöpfungsenergie, da sie einen Zyklus innerhalb der Schöpfung vollzogen hat und daher eine Potenz derselben darstellt.
So verstehen wir die Definition der Spirale, welche die Schöpfung visuell darstellt.
Alle alten und wichtigen Kulturen haben den Schöpfungsprozess selbst in Form einer Spirale dargestellt, Grundlage und Ausgangspunkt der Vereinigung männlicher und weiblicher Energien.
Aus diesem Zusammenhang heraus kann die Schöpfung ausschliesslich nur aus der Vereinigung männlicher und weiblicher Energien entstanden sein; /das göttliche Paradoxon ist also Vater-Mutter-Geist./
Daraus ergibt sich eine archetypische Gesetzmässigkeit, dass Leben nur aus der Interaktion dieser zwei Schöpfungspolaritäten entstehen kann.
*Durch die ständige Vereinigung des negativen und positiven Pols entsteht ein elektromagnetisches Hologramm oder Energiemuster, dass alle Lebensformen durchpulst und ein /Organisationsfeld/ für diese darstellt*. Zum Vergleich dieses Urmusters erinnere ich an dieser Stelle an das Atommodell. An dieser Stelle möchte ich noch das Modell David Bohms erwähnen, die /implizite Ordnung./
*Polarität und Androgynität *
Dieses Organisationsfeld ist Grundlage der Schöpfung und somit der menschlichen Seele.
In der Ganzheit spricht man nicht von Männern und Frauen, sondern einfach nur von Menschen. Ein anderer Begriff für dieses Feld ist Androgynität. So haben Männer und Frauen eine unausgesprochene Seelenverwandtschaft, C.G. Jung nennt dieses Verhältnis den männlichen Anteil bei der Frau sowie den weiblichen Seelenanteil beim Mann.
*Geschlechtsunspezifisch wirkt sich dieses archetypische Schöpfungsmuster in allen Lebewesen als Sehnsucht nach Ergänzung hinsichtlich eines harmonischen Ausgleichs beider Seelenanteile aus. *
Der Traum nach Vollständigkeit wurzelt also in uns allen als Urbedürfnis im Einklang mit unserem Partner zu leben oder zu sein.
*Beobachten wir diese Tendenz rein biologisch, so beginnt das menschliche Leben als Fötus in einer natürlichen Zweigeschlechtlichkeit. In den ersten sechs Wochen einer Schwangerschaft gleicht sich exakt die Gewebestruktur des sich entwickelnden Fötus bei Mann und Frau.* _Danach erst differenziert sich der Chromosomensatz. ___
Männlich und weiblich sind komplementäre Strukturen, Energiefelder, welche sich ähnlich dem Atommodell ständig bedingen und ergänzen, gleich um welchen Lebensbereich es sich nun handelt.
/Die Einheit bedarf der Vielfalt ebenso wie die Vielfalt der Einheit bedarf. /So ist in diesem Schöpfungsmodell die seelische Grundlage dieser komplementären Faktoren später auch im Aufbau des Denkens und Fühlens von Mann und Frau erkennbar.
Beide Wesensanteile sind in uns verankert, jedoch haben wir uns in unserem biologischen Geschlecht bewiesenermassen für einen Anteil primär entschieden, obwohl seelisch beide Anteile komplett vorhanden sind.
_Mythologisch wird häufig der Sündenfall als Beispiel bemüht, um die Trennung aus der Einheit des Seins zu verdeutlichen_. *Das Paradies ist kein geographischer Ort, sondern ein Bewusstseinszustand, den das Urpaar verlassen hatte*. *Adam heisst übersetzt "der Erste" und somit war die Erstschöpfung Mensch nicht männlich sondern Beides, nämlich androgyn.* Die Griechen kannten die Darstellung des Hermaphroditen, der symbolisch dieses Verankertsein beider Seelenanteile repräsentierte.
Wie auch immer Schöpfungsmythologien, Religionen und Philosophien bemüht sein wollen, der Vater-Mutter-Geist ist in allen Ausdrucksformen des Kosmos präsent und steuert unser Leben, unsere Gefühle und Träume, unser Denken und Handeln immer mit der Zielrichtung Ganzheit, Vollkommenheit.
Androgynität entspricht der vollkommenen Idee des Menschen!
Diese einführenden Gedanken mögen ausreichen, um den praktischen Teil des Themas´, der sich seit vielen Jahren in unseren Seminaren bestätigt hat, zu erläutern.
Zusammenfassend dient uns als Modell der Archetyp der Androgynität.
Im folgenden Diagramm sind einige grundlegende Begriffe gelistet, welche das Verständnis dieses Modells fördern:
*Androgynität der Seele *
* Individualität Persönlichkeit
* Seele Ego
* Selbst Wille
* Anima Animus
* magnetisch elektrisch
* weiblich männlich
* objektiv subjektiv
* Selbst Persona
* Gefühl Verstand
* Yang Yin
* Mond Sonne
* sich öffnen sich schliessen
* Introversion Extraversion
* Kreisform Linie
* Entwurf Handlung
Soweit ist erkennbar, dass sich die jeweiligen Begriffspaare ergänzen und nur im Zusammenhang eine Ganzheit ergeben. Androgynität ist die Grundlage der persönlichen Natur des Menschen, sie zielt auf die Entwicklung der Persönlichkeit ab. Insofern handelt es sich um Ressourcen des Menschen, die innerhalb einer Partnerschaft erst durch Gegenüberstellung aktiviert werden.
Wir können das obige Modell nun selektieren, indem folgendes Prinzip gilt:
_Individualität = Seele Persönlichkeit = Ego_
Der Begriff Persönlichkeit enthält die Wurzel /personare/ was gleichbedeutend mit dem Wort /Maske/ ist. Wir dürfen uns nicht von den äusseren Persönlichkeitsmerkmalen eines Menschen täuschen lassen, da meist diese Seite gleichzeitig die antrainierten Komplexe des Menschen darstellen. Diese entsprechen der rechte Spalte unserer Darstellung.
Wir können dies auch im Sinne des zweiten hermetischen Prinzips verstehen, dem Gesetz von Inhalt und Form. Die Persönlichkeit und deren Merkmale entsprechen der Form, die Individualität der Seele des Menschen, dem Inhalt.
Im Verlauf dieses Kapitels vertiefen wir noch das Modell der Androgynität.
Nur im kompletten Austausch aller Eigenschaften ergänzen sich bewusste und unbewusste Persönlichkeitsanteile im Einzelnen sowie in der Partnerschaft selbst. Die Gesetzmässigkeiten dieses Energieaustauschs können Sie nun exklusiv als Leser persönlich kennenlernen.
Wie steht es also um ihre Androgynität, oder besser Beziehungsfähigkeit?
Das folgende Beispiel dient nun zur Ermittlung ihres Traumpartners.
Bitte nehmen Sie sich ausreichend Zeit und schreiben Sie im positiven wie negativen ihre Idealvorstellungen hinsichtlich aller Charaktereigenschaften, persönlichen Strukturen und sonstigen Wünsche auf.
Berücksichtigen Sie auf der linken Plusspalte alle erwünschten Eigenschaften, auf der rechten Minusspalte alle unerwünschten Eigenschaften, Potentiale, auf welche Sie verzichten könnten. Sagen Sie nicht, dieser Partner würde nicht existieren und schreiben bloss die rationellen Begriffe auf, nein, entwickeln Sie Phantasie und stehen Sie zu ihren Träumen. Schreiben Sie alle Ideale auf, Eigenschaften, wo Sie sich geborgen, angenommen, akzeptiert und geliebt fühlen.
In der rechten Spalte sollten alle Begriffe stehen, die Sie ablehnen und nicht in ihrer Beziehung erleben möchten.
Sie sollten für jede Spalte mindestens 12 Begriffe notieren.
*Idealpartner *
*Plus + Minus - *
Unerwünschte Charakter- Erwünschte Charakter-
Eigenschaften eigenschaften
Copyright by Helmut von Kritzinger
Die Auswertung des Arbeitsbogens /Idealpartner /zeigt Ihnen komplett ihre bewussten und noch unbewussten Seelenstrukturen aufgrund Ihrer Beziehungserfahrungen.
Am Anfang verlieben sich die meisten Menschen in ein Idealbild des anderen Menschen (Plusspalte. Dieses Verliebtsein ermutigt uns, unser Selbst zu transzendieren, indem wir nur die Schokoladenseite des Anderen fühlen und wahrnehmen. Insofern ist dies ein konstruktiver Wachstumsprozess in den ersten drei bis sechs Wochen.
Es kommt der Tag, an dem die wahre Person zurückkommt und akzeptiert werden möchte.
In diesem Moment nehmen wir erstmals die andere Seite des Partners wahr (Minusspalte.
*Der Spiegel ihrer Seele *
Wenn Sie nun genau vorgehen und sich die Minusspalte des Arbeitsbogens
/Idealpartner/ betrachten, so können Sie zu jedem Begriff ein Erlebnis,
mehrere Ereignisse mit entsprechenden Bezugspersonen definieren!
Legen Sie ein neues Arbeitsblatt dazu an.
In modifizierter Form haben Sie in der /Summe aller unerwünschten
Eigenschaften/ den Grossteil ihrer Beziehungsvergangenheit skizziert.
Nehmen Sie sich wiederum Zeit und schreiben Sie zu jedem Begriff ihre
Assoziationen auf. Es tauchen unabhängig voneinander zu verschiedenen
Zeiten Bezugspersonen zum gleichen Thema auf. Eruieren Sie alle
Situationen, durch welche der entsprechende Begriff entstanden ist. Sie
sehen, es existiert zu jedem Begriff ein Geflecht von Erfahrungen, eine
Beziehungsmatrix. In der Gesamtheit aller Begriffe der Minusspalte haben
Sie in /unglaublich kurzer Zeit/ das Wesentliche und Charakteristische
jeder wichtigen Partnerschaft in diesem Leben notiert. Dabei spielt die
Intimität der jeweiligen Beziehung nur eine sekundäre Rolle.
Der Schatten ihrer Beziehung bezieht sich auf die realen Erlebnisse
innerhalb ihrer Beziehungen. Sie kommen nicht umhin festzustellen, dass
die primäre Resonanz in ihrer Beziehung der Qualität der Minusspalte
entspricht. /Warum ist dies so?/
*Resonanz - und Komplementärprinzip in der Partnerschaft *
Stellen Sie sich den Mensch als einen Strahlungsorganismus, ähnlich
einem Sender und Empfänger vor. Wir senden (strahlen) bekanntermassen
unsere Wünsche und Ideale (Plusseite) genauso bewusst aus wie auch die
verdrängten und desintegrierten Anteile unserer Beziehungsseele
(Minusseite). _Da Sender und Empfänger eine spezifische Frequenz
darstellen, können wir nur mit dem Menschen mittel- bis langfristig in
Kontakt stehen, der unseren /tatsächlichen/ Beziehungserfahrungen
entspricht! ___
So verwunderlich das am Anfang für viele Leser auch sein mag, diejenigen
Erfahrungen, welche die stärkste Persönlichkeitsenergie binden, strahlen
auch am stärksten aus, bilden somit ein bestimmtes Resonanzfeld für die
Anziehungsqualität ihres Partners.
*Im Klartext bedeutet dies, dass sich insgeheim ein Grossteil der
Menschen den Partner wünscht, der der Plusspalte entspricht, aber
tatsächlich mit dem Partner zusammen sind, welcher der /Minusspalte/
entspricht! *
Selbstverständlich sind 50 Prozent derjenigen Begriffe ebenso in ihren
Beziehungen verwirklicht worden, welche der Plusspalte entsprechen. Die
restlichen 50 Prozent zählen wirklich zu ihren Träume (Projektionen),
stellen aber ein Begriffspaar zu den destruktivsten
Beziehungserfahrungen dar. Dies meint, dass die unangenehmen Erfahrungen
automatisch den Wunsch nach dem perfekten Gegenteil erzeugen.
*So ist die Sehnsucht nach dem Idealpartner ein Projektionsfeld, um
eigene Schattenanteile unverblümt real zu erkennen und darzustellen*.
Es ist klar, dass wir das Gegenteil unserer unerfüllten Träume
imaginieren, klar ist aber auch, *dass im Idealpartner alle persönlichen
Versäumnisse hinsichtlich unserer Seelenentwicklung auftauchen*. So
diente der Arbeitsbogen in Wirklichkeit via Partnerschaft nur der
Selbsterkenntnis unserer derzeitigen Entwicklungsstufe.
Sie mögen sich nun fragen, unter welchen Umständen Sie vielleicht doch
den Weg zum Idealpartner finden? Das Bewusst machen aller
Beziehungserfahrungen dient in seiner Komplexität dem Auffinden unserer
eigenen Androgynität. *Warum haben Sie eine Resonanz zu diesem
bestimmten Partner, warum wiederholen sich über Jahre unabhängig von
einem bestimmten Partner die immer gleichen Themen? *
*Die Betroffenheit und Auswirkung der jeweiligen Resonanz zwingt Sie
früher oder später, den verdrängten Pol selbst in sich zu verwirklichen*.
_Wenn Sie realisieren, wie beide Begriffsspalten zusammenhängen, so
erleben Sie regelmässig diese Komponenten in jeder Beziehungsform, mag
dies nun der Ehepartner, Ihr Nachbar, ein Freund oder Kollege, die
Eltern oder ihre eigenen Kinder betreffen, die Eigenschaften der
jeweiligen Spalten geben den Ausschlag_.
So ist es durchaus möglich, dass Sie nach einigen Beziehungen
sprichwörtlich die Nase voll haben und eine Zeit objektiv für sich
verbringen. In diesem Vakuum machen Sie ähnliche Erfahrungen wie in
einer Intimbeziehung, eben nur auf Distanz und daher abgeschwächter;
die Themen und die dahinterstehenden Lernaufgaben sind jedoch die
Gleichen geblieben.
*Nicht selten erleben Mütter nach jahrelanger Beziehungsabstinenz mit
ihren volljährigen Töchtern indirekt die gleichen Themen wieder via
deren Partner*. *Das Gesetz der Wiederholung des Verdrängten, fünftes
hermetisches Prinzip, kommt hier zur Wirkung. ***
_Unabhängig von Zeit und Raum holen Sie im Detail ihre eigenen
Lernthemen aus der Vergangenheit über die Erfüllungsgehilfin "Tochter"
wieder ein. _
Eine noch beliebtere Variante, jedoch selbstzerstörerischer und
teilweise autosadistischer Natur ist diejenige, dass solange nach einem
„Ersatz“ gesucht wird, bis die vollkommene Beziehungsisolation vor der
Tür steht.
Ein Mensch, der das Komplementärgesetz nicht anwendet, sucht und sucht
in immer neuen Beziehungen in Wirklichkeit nur einen Partner, der für
ihn die Verantwortung übernimmt für all jene Themen, die wiederum der
eigenen Minusspalte entspricht.
*Abhängigkeit oder Ergänzung? *
_Eine spirituelle Beziehung fördert die Trinität Körper-Seele - Geist
und hemmt diese nicht durch ungelöste Polaritäten. _
*Ist erst einmal deutlich geworden, wie die wechselseitige Anziehung von
ungelösten Seelenanteilen auf den Partner projiziert wird, kann der
nächste Prozess der Androgynität zur Förderung von Liebe und Verständnis
eintreten. *
_Partnerschaft ist energetisch gesehen ein eigener /Beziehungskörper/.
Dieser besteht aus der Chemie zweier Personen und lebt eigenständig als
/Energieessenz/ beider Partner_. Die Beziehungschemie ist derart
einmalig, dass die Qualität niemals mit einem anderen Menschen
wiederholt werden kann. Dass, was sich zwischen diesen Partnern
abspielt, ist die Individualität des Beziehungskörpers. Er ist die
Modifikation zweier Plus - und zweier Minusspalten oder anders
ausgedrückt, Individualität und Persönlichkeit in Einem.
Stellen Sie sich nun vor, ihr Traumpartner steht vor Ihnen und Sie
verbringen nun ein Wochenende unabhängig von allen gewöhnlichen
Lebensumständen zusammen. Ein Partner, der vorwiegend ihren Wünschen
und Träumen, also der Plusspalte entspricht, steht ihnen zur Verfügung.
Was löst dieser Gedankengang in ihnen spontan aus?
Es werden nun die unterschiedlichsten Reaktionen folgen, Tatsache ist
jedoch, dass auf Dauer eine Beziehung nur möglich wäre, wenn wir selbst
diesem Menschen ähnlich viele gute Eigenschaften zu seiner
Vollkommenheit bieten könnten.
Alles andere ist zwar kurzfristig angenehm, erzeugt aber schnell eine
Qualität von Abhängigkeit, die einer psychischen Folterkammer entspricht.
*/So erkennen wir aus unseren Erwartungen gleichzeitig unsere
persönlichen Defizite! /*
_Trotzdem ist die Suche nach dem Traumpartner symbolisch die Suche nach
der eigenen Vollkommenheit, leider nur in projizierter Form_. *Wissen
wir um die projizierten Defizite, wird es immer unmöglicher, unsere
verlorenen Seelenanteile, die auch immer verlorene
Persönlichkeitsanteile sind, von dem Partner und dessen Wohlwollen
abhängig zu machen.*
Sie werden festgestellt haben, dass es um so leichter sein wird, wenn
die /Vorbedingungen/ einer Partnerschaft geklärt sind. *Das ungeklärte
Potential einer vorhergegangenen Beziehung wirkt sich natürlich negativ
von der Bewusstseinsenergie her in die Jetztbeziehung aus,* _obwohl die
Lernthemen eigentlich mit einem anderen Partner zu bewältigen wären._
*Was geschah vorher? *
Das Beachtenswerte zum Zeitpunkt des Kennenlernens beider Partner sind
also die vorher existenten Polaritäten, welche extern garantiert die
ersten Wochen des Zusammenseins aufeinander projiziert werden (Plus auf
Plusspalte). *Viele Menschen erleben in diesem Drang nach Ergänzung, was
in Wirklichkeit nur einer Auslagerung persönlicher Defizite in
projizierter Form entspricht, diesen Zustand als /Liebe/.* *In dieser
Phase des Verliebtseins verlieren sich beide naturgemäss im
„Pluszustand“, die individuellen „Negativspalten“ warten zwei bis 3
Monate im Schattenbereich der Illusionen und rauschartigen
Glückszustände, die diese wunderbare Zeit mit sich bringt.*
_Durch das Gesetz des Rhythmus wiederholt sich jedoch thematisch genau
mit demjenigen Partner unsere immer wiederkehrende Lernaufgabe solange,
der gleichzeitig Erfüllungsgehilfe, aber auch Gegenspieler oder
Protagonist ist, bis eine Aufgabe ausgeglichen ist. Gelöst meint, dass
beide Partner gleichzeitig den aktiven und passiven Teil eines
Lernthemas_ _bewusst begreifen_. Keiner von Beiden ist ausschliesslich
nur Opfer oder nur Täter. *Ohne Schuldzuweisungen persönlicher Art geht
es um das Lernthema, nicht um das Schuldthema!*
Da wir nicht zufällig mit unserem Partner auch gleichzeitig und
gegenseitig unsere Beziehungsvergangenheit/en leben, haben beide eine
/tiefe Resonanz zueinander./ _Das Problem dürfte jedoch sein_, *_dass
die Dinge, die sich beide gegenseitig unterstellen, selten als eigenes
Lernthema erkannt wird._*_ _
Verstehen wir den Partner in dieser Phase des Zusammenseins als
/Komplementärpartner/,
*können grundlegende Missverständnisse, die auf falscher
Erwartungshaltung beruhen, vermieden werden*. _Der Komplementärpartner
tritt zu dem Zeitpunkt in mein Leben, wenn ich zu dem nächsten Schritt
in meiner Entwicklung bereit bin_. Dieser ist in Wirklichkeit mein
erster Lehrer_! Beide Partner benötigen solange nach diesem Gesetz den
Schatten des Anderen, weil nur er in Form von Schwächen den Weg zur
Erlösung zeigen kann. ___
*_Grundsätzlich erkennen wir beim Partner genau die Schwäche, die wir
selbst haben, sonst würden wir keine Resonanz hierfür haben_*. Umgekehrt
dient eine gemeinsame Aufgabenteilung (nicht zu verwechseln mit
/Aufgabenverteilung/) in Gespräch und gemeinsamer Beziehungsarbeit zur
bewussten Integration des jeweiligen Neagtivbegriffs. So erwartet keiner
mehr vom anderen die Lösung und damit die Übernahme von Verantwortung,
die der Partner gar nicht leisten kann! _Beide können bei entsprechender
Reife Integrationsarbeit leisten und nach und nach ihre eigenen
Schattenanteile zurücknehmen. ___
So entsteht ein Milieu von Ergänzung, Abhängigkeit voneinander würde
bedeuten, dass der Grad der gegenseitigen Projektion oder Unbewusstheit
individuell nicht integriert wurde.
*Resonanz, Polarität und Rhythmus *
Beide bedingen ihre Anlagen, können jedoch ihre Anlagen beider Spalten
auch unabhängig voneinander zum Ausdruck bringen_. Liebe bleibt nur
dann kontinuierlich die tragende Energie der Beziehung, wenn beide einen
Freiraum schaffen, indem Liebe die konträren Eigenschaften beider
Partner verbinden kann_. *Liebe ist eine neutrale Energie, welche sich
dort bedingungslos verschenkt, wo keine Besitzansprüche an diese Energie
gerichtet werden*.
Beziehung ist ein Austausch von bewältigten wie unbewältigten
Eigenschaften. So müssen sich beide schon vor Beginn der Beziehung im
Klaren sein, *was tatsächlich die /Anziehungsqualitäten/ zum Zeitpunkt
des Kennenlernens waren!*
Liebe ist ja auch das Empfangen einer Kraft, die einem zum vollkommenen
Ausdruck des eigenen Potential fehlt. In der Liebe findet ein
gegenseitiger Austausch von individuellem Überfluss von Eigenschaften
und Erfahrungen statt.
*Der Grund gemeinsamer Anziehung sind somit die ungelösten Polaritäten,
nicht Liebe. *
_Diese kann dauerhaft entstehen, wenn beide Partner sich bemühen,
selbstbezogene Projektionen im Opfer/Täter - Verhältnis zurückzunehmen_.
So ist festzuhalten, dass unser Partnerwunsch in Wirklichkeit einen
*/Grossteil eigener ungelöster Lebensprobleme beinhaltet./ ***
*Partnerschaft ist ein karmischer Wechsel von ungelösten Problemen und
spiritueller Entwicklung. *
Die gegenseitigen Anziehungskräfte werden nun nach folgender
Gesetzmässigkeit entwickelt:
Durch das archetypische Modell der /Androgynität/ und der persönlichen
Ergänzung durch das Modell /Idealpartner/ haben wir paarspezifisch die
jeweiligen Polaritäten der Plus- und Minusspalten kennengelernt.
Grundlage ist somit das vierte hermetische Gesetz der Polarität in
Verbindung mit dem zweiten Gesetz, der Resonanz.
*Die gegenseitigen Resonanzen sind durch den Komplementärpartner zuerst
unbewusst, da im Rausch der ersten Verliebtheit gänzlich das Ideal
angestrebt wird*. Mann und Frau haben trotzdem eine wechselseitige
Affinität zu der eigenen, ungelösten Vergangenheit*. Das Gesetz der
Affinität ist gleichzeitig auch das Gesetz der Anziehung, man könnte
auch von positiver oder negativer /Sympathie /sprechen. ***
Die jeweils bewussten und unbewussten Seelenanteile stehen direkt in
einem dritten Körper oder Organisationsfeld in Beziehung, dem
Beziehungskörper als Summe aller Partnereigenschaften. Dieses System
wird nun durch das Grundgesetz der Schöpfung, dem Gesetz des Rhythmus,
dem fünften hermetischen Prinzip aufrechterhalten.
Wir sehen dies an folgendem Diagramm, um das Gesetz der Wiederkehr des
Verdrängten auf das Wirkungsverhältnis innerhalb einer Partnerschaft
darzustellen.
Pluspolarität
(Harmonie oder Schmerzfreiheit)
*_X _*_Anfang Ende X _
Minuspolarität
(Beispiel Partnerproblem oder
Schulter-Nackensyndrom)
Die Sinuskurve stellt den Verlauf eines ungelösten Problems einer Person
in seiner chronologischen Entwicklung binnen eines Zeitraums von ca.3
Jahren dar. *Der Beginn des ersten Auftretens eines Problems ist links
mit einem x dargestellt. Tritt das Problem auf, neigt die Kurve in den
Minusbereich und verweilt dort solange als Herausforderung, bis entweder
eine Lösung (Rücknahme eigener Projektion) gefunden wird oder ein
Kompromiss im Sinne einer weiteren Verdrängung stattfindet.* _In den
meisten Fällen wird der zweite Fall praktiziert, da es einfacher ist ,
den Fehler in der Aussenwelt, der Familie oder beim Partner zu suchen._
*Der Aufwand, um das Problem zu verschieben, ist gleichzeitig die
Energie, die diesen Rhythmus nun aufrechterhält und gleichzeitig
verstärken wird*. *Mit jeder weiteren Verdrängung (Schuldzuweisung oder
Projektion nach Aussen) sorgt der Projizierende dafür, dass keine
Wiederholung in irgendeiner Form mehr stattfindet*. *Dadurch nährt er
künstlich seinen Schatten und investiert in Wirklichkeit in das Problem,
anstatt in die Lösung*. _Der Verlauf des Problems ist abzusehen, da in
immer kürzeren Abständen das Problem verstärkt auftritt_. Meistens, und
das ist die Ironie des Schicksals, zu völlig „unmöglichen“ und
unerwarteten Momenten und Situationen, eigentlich dann, wenn am
wenigsten damit gerechnet wird.
_Es kommt nach vielfachem Verdrängen zwangsläufig zur Eskalation des
Problems, nicht alle sieben oder acht Wochen ist dieses Thema im
Alltagsgeschehen manifestiert, die Zyklen verringern sich zunehmend auf
kürzere Perioden bis es täglich ein Thema sein wird_. *Das Gesetz des
Rhythmus ist damit eine Ausgleichsgesetz, dass alle verdrängten
Bewusstseinsthemen, die uns helfen, Ganzheit und Heilung zu erreichen,
solange durch Wiederholung aufrechterhält, bis wir das Thema annehmen. ***
_In vielen Fällen ist gerade in Beziehungen dann der Zeitpunkt gekommen,
sich vom (Komplementär) Partner zu lösen, was zur Folge hat, das Thema
in der nächsten Beziehung nach dem gleichen Zeitzyklus wieder
aufzurollen_.
*Eigentlich ein verhängnisvoller Kreislauf wenn man bedenkt, dass nach
diesen Gesetzmässigkeiten gerade ein ähnlicher Partner angezogen werden
muss.* *So hat jeder den Partner den er verdient solange, bis ein
Ausgleich auf der persönlichen Ebene stattfindet. ***
Ein anderes Beispiel mag dies verdeutlichen: Eine Grosszahl von
spirituell suchenden Menschen haben häufig mit Wirbelsäulenproblemen
ihre Schwierigkeiten. Nehmen wir das in diesen Kreisen weit verbreitete
Schulter-Nacken-Syndrom oder Beschwerden im Lendenwirbelbereich. Der
Verlauf ist der Gleiche, nur auf der physiologischen Ebene dargestellt.
Wieder dient uns das Diagramm zur Darstellung.
Es beginnt im Zyklus von neun bis zehn Wochen mit Schulter-Nacken
Schmerzen, verbunden mit leichtem Kopfschmerz mit oder ohne
Wetterfühligkeit. Gesetzt diesen Fall, bewegt sich die Sinuskurve im
Minusbereich. Ob Sie nun auf ein naturheilkundliches Heilmittel, einer
Massage, einer Wärmebehandlung oder auf den Griff eines Chiropraktikers
zurückgreifen, macht zu einem chemischen Gift keinen Unterschied*, da
Sie den Schmerz auf der Wirkungsebene bekämpfen und nicht auf der
verursachenden Ebene, der Seele*.
*Der Schmerz verschwindet vorübergehend und wird bei einem ähnlichen
Auslöser in der Aussenwelt (Beruf, Beziehung etc.) wieder auftreten. Der
Schmerz (Inhalt des Problems als energetisches Anzeichen) tritt immer in
Verbindung mit einer spezifischen, äusseren Stress-Situation auf
(Formaspekt und daher äusserer Wirkungsfaktor auf der physischen
Ebene).Es ist bekannt, dass sich die Wiederholungszyklen in immer
kürzeren Abständen derart wiederholen, dass sich nach ca. sechs bis
sieben Jahren ein chronischer Schmerz einstellt, der sich alle drei bis
vier Tage zeigt*. Im Sinne eines chronisch verlaufenden Krankheitsbildes
wird die Wirbelsäule ein ständiger Ausdruck eines verschobenen Problems.
*Warum verstehen die meisten Leser den Symptomverlauf auf der physischen
Ebene, vergessen dabei, dass der innere Wirkungsmechanismus der
zyklischen Wiederholung exakt auf der psychischen Ebene für alle Formen
von Neurosen und Schicksal gleichzeitig gilt ? ***
_Ob Sie nun einen Schattenanteil ihrer Minusspalte oder ein Symptom
einsetzen, die Wiederholung muss im Sinn einer grösseren Harmonie
stattfinden, weil nur dann die Möglichkeit besteht, eine sinnvolle
Lernerfahrung zu machen_. *Anstelle in Begriffen wie Strafe oder
Schicksal zu denken ist es doch eine unglaubliche Gnade seitens der
Schöpfung, dass wir unseren Schatten ans Licht bringen können und dabei
gleichzeitig zu einer lichteren Individualität reifen. ***
Die heilsame Verknüpfung -
*Karmische Beziehung oder Ergänzung in Freiheit? *
Unsinnig ist es, ein bestimmtes Karma auf einen Menschen zu projizieren,
geschweige einem gesamten Geschlecht. *Der Wiederholungsmechanismus
wird und wurde ausschliesslich durch uns selbst ausgelöst, wir ziehen
also immer den richtigen Komplementärpartner an.* Vergleichen Sie nun
das zweite hermetische Prinzip, das Untergesetz der positiven oder
negativen Verstärkung, *so kann sich entweder nur eine Erkenntnis oder
ein Problem verstärken und damit solange wiederholen, bis wir nicht
mehr verdrängen können*. Nur ein Schicksalsverweigerer bemüht nun
mystische Schicksalsmächte oder sogar fremde Planeten, um sein
Beziehungskarma rechtfertigen zu wollen. *Der Partner ist und bleibt der
vollkommene Seelenspiegel*. *Wir können frei wählen, ob wir bestimmte
Lernthemen mit einem Partner oder vielen Partnern bewältigen möchten,
fest steht, das Thema bleibt sich gleich bis die Projektion
zurückgenommen wird.*
Bewegen sich nun beide Partner im Licht der Erkenntnis, so erleben diese
Stärken und Schwächen als Ergänzung und werden damit immer unabhängiger
von falschen Erwartungen und Verbindlichkeiten. Dadurch entsteht der
Freiraum, indem seelisch-geistiges Wachstum möglich wird. *Sie können
sich auf der spirituellen Ebene öffnen, ohne ein teures Seminar dafür
buchen zu müssen, weil Sie die eigene Androgynität anerkennen und
praktizieren.* Beide sind geerdet und stehen mit ihren Wurzel fest im
Leben, fliessen mit allen äusseren Verantwortungsbereichen. Gleichzeitig
sind Sie fest im Himmel verankert und öffnen sich den Inspirationen und
Kreationen der Götter.
Ein Wort kann wie ein Schwert sein
es kann befreien, heilen oder töten
ein Gedanke kann wie eine Bombe sein
er kann reinigen oder zerstören
ein Wort hat die Reichweite deiner Stimme
ein Gedanke erfüllt die Sphäre derErde
achte auf deine Gedanken noch intensiver als auf deine
Worte
denn der Gedanke ist die Wurzel deiner Taten
Denkst du nur an Hindernisse
wirst du selbst zum Hindernis
denkst du nur an Gefahren
wirst du selbst zur Gefahr - für andere
denkst du nur an Liebe
so wirst du ein Wesen der Liebe
denkst du an Lösungen
wirst du selbst zur Lösung - für andere
Liebe schafft Lösungen - für alle
Wissen ist
zeitabhängig - daher vergänglich, es entsteht im Verstand Besitz von Wissen und von Dingen können kein dauerhaftes Glück
herbeiführen - der Mensch verfügt über beides und fühlt sich
trotzdem meist unglücklich - den Tieren fehlt beides, dennoch sind
sie meist glücklich.
Weisheit als inneres Wissen ist zeitlos - daher unvergänglich,
wie die Seele selbst, es entsteht im Herzen. Weisheit macht
dauerhaft glücklich, weil Weisheit die Essenz von Bewußtsein ist,
darum ist Weisheit die wertvollste Eigenschaft, die eine Seele durch
Bewußt-SEIN erwerben kann.
Der Verstand kann die wahre Tiefe von Weisheit nicht ermessen - da
Weisheit grenzenlos alle Dimensionen einschließt, jenseits
dessen, was der Intellekt zu erfassen vermag. In der
multidimensionalen Grenzenlosigkeit des Bewußtseins ist der Verstand
kaum mehr als eine Facette des SEINS - richtig eingesetzt
ein nützlicher Diener - falsch eingesetzt aber ein Meister der
Sklaverei.
Wegen der grenzenlosen Dimension von Weisheit gilt aber der Satz -
Weisheit kann nicht gelehrt werden - schlimmer noch -
Weisheit, die man in Worte faßt, hört sich oft töricht an.
Weise versuchen dennoch immer wieder, Menschen mit Weisheit zu
erreichen, vor dem Schmerz - doch Menschen mögen Weisheit
nicht besonders - weil sie es nicht mögen, sich zu ändern. Weise
und Wissende sehen daher Gleichnisse und Parabeln oft als einzige
Möglichkeit anderen Weisheit zu vermitteln - deshalb auch hier
die Form der Parabel, um verborgene Weisheit und das Wesen des
Bewußt-SEINS zu offenbaren.
Siehst Du die
majestätische Eiche dort im Wald, die alle anderen Bäume überragt! Wenn Du sie
nicht siehst, dann stelle sie Dir einfach vor - denn alles ist Wahrheit und
Wahrheit ist Traum.
Als Eiche hat sie das Bewußtsein des Baumes und weiß von der Existenz des
Himmels und des Lichtes und des Waldes und der Menschen und der Tiere um sie her
und nimmt alles wahr. Kommt ein Vogel geflogen und setzt sich auf einen Ihrer
Äste und fragt sie <Wer bist Du?> dann antwortet sie <ICH BIN ein
Baum!>. Aber auch jedes Blatt und jede ihrer zahlreichen Eicheln hat das
Bewußtsein des Baumes, obwohl die Eicheln eigentlich ihre Kinder sind. Denn
kommt ein Schmetterling geflogen und setzt sich auf eine ihrer Eicheln und fragt
<Wer bist Du?> dann antwortet die Eichel ebenso <ICH BIN ein Baum!>
und nicht etwa <ICH BIN eine Eichel!> wie Du vielleicht denken wirst.
Es ist Sommer und die Eicheln wiegen sich im Winde und sind glücklich, denn sie
träumen den Traum des Sommers. Doch schon werden die ersten Blätter gelb, weil
der Baum sein Bewußtsein unmerklich nach innen zieht, denn er folgt den Zyklen
der Natur, die bereits den Traum des Herbstes träumt. Und auch der Baum beginnt
den Traum des Herbstes zu träumen und später dann den des Winters - und schon
verliert der Baum auch seine ersten Blätter. Die Eicheln nehmen dies alles wahr
und auch den Einzug des Herbstes im Walde und sie sind traurig darüber, doch
noch immer wiegen sie sich im Traum des Windes. Sie ahnen und wissen nichts
davon, daß der Baum schon den Traum des Herbstes träumt und doch, der Baum sind
auch sie und auch seine Kinder.
Dann, eines Tages geschieht es - ein eisiger Wind fegt mit entfesselter Kraft
durch den Wald. Jeder Wind-Stoß schüttelt die Eiche mit stürmischer Macht, fegt
fast alle Eicheln vom Baum hinunter auf den Waldboden und nur einige wenige,
meist kleinere Eicheln vermögen sich noch am Baum zu halten.
Dort liegen Sie nun in der Finsternis und Nässe des Waldbodens. Der Sturm hat
auch noch die letzten Blätter vom Baum gefegt und diese begraben die Eicheln
unter sich wie mit einem Leichentuch. Betäubt und fast ohnmächtig von Finsternis
und Nässe hat der Schock des Falles ihrem Bewußtsein einen solchen Schlag
versetzt, daß fast augenblicklich alle Erinnerung verloren ist und auch das
Bewußtsein des Baumes.
Doch da niemals etwas ohne Bewußtsein ist, fangen sie an ein neues Bewußtsein
wahrzunehmen und dies ist das begrenzte Bewußtsein der Eichel. Und so
erkennen sie sich nicht mehr als Teile des Baumes der sie sind, sondern als
einzelne getrennte Eicheln. Und sie fangen an, sich Namen zu geben wie A-corn,
B-corn, C-corn und so weiter um sich voneinander zu unterscheiden.
Und sie verbringen ihren Tag damit, über ihren Zustand zu klagen, denn irgendwo
tief in ihrem Inneren haben sie noch eine verborgene Ahnung von ihrer früheren
Herrlichkeit und dem Himmel und dem Licht. So klagen sie über die Dunkelheit und
die Nässe und die Ameisen und Würmer und Schnecken um sie her. Und die Eicheln
der Vorjahre erzählen ihnen von den Gefahren der Erde, daß sie dort langsam
verfaulen und daß Schnecken und Würmer sie langsam auffressen. Als Beweis zeigen
sie ihnen viele verstümmelte Eicheln, die schon fast verfault oder aufgefressen
sind.
Es gibt aber einige ältere Eicheln, die sehr gelehrt sind und alle Phasen
studiert haben. Man nennt sie Wissenschaftler und sie wissen, daß jede Eichel
nach 10 bis 15 Jahren spätestens verfault und gestorben ist, wenn sie nicht
vorher von den Würmern und Schnecken aufgefressen wurde. Sie wissen auch von den
Jahreszeiten, daß im Frühling viel Bewegung in der Erde ist, im Sommer gibt es
viel Regen, im Herbst wird es noch kälter und dunkler und im Winter wird der
Boden so kalt, daß er wie ein Panzer die Eicheln zusammendrückt und alle
Hoffnung aus ihnen herauspreßt.
Und dann gibt es jene Eicheln, die Nachrichten sammeln, man nennt sie
Journalisten. Sie sind wie die Wissenschaftler sehr angesehen und ihnen entgeht
keine Eichel, die verfault oder von den Würmern und Schnecken aufgefressen wurde
und in ihren Nachrichten ist das mit großen Lettern aufgemacht und manchmal
haben sie sogar Sensationen - etwa wenn ein Wildschwein ganze Wohngebiete von
Eicheln verwüstet und diese aufgefressen hat.
Und alle Eicheln lesen das mit geheimen Schrecken und sie jammern noch lauter
über ihren Zustand und sie sind sicher, daß es keine Hoffnung für sie geben kann
und so siechen sie dahin in ihr Schicksal ergeben, dem sicheren Tode entgegen
durch Verfaulen oder den Fraß der Schnecken und Würmer.
Aber siehe da, dort ist noch eine der kleineren Eicheln auf dem Baume, weil die
Herbststürme sie nicht herunterschütteln konnten - wir wollen sie Z-corn nennen.
Auch sie weiß, daß sie bald vom Baume fallen wird, wie ihre Brüder und
Schwestern, aber sie will nicht unvorbereitet fallen und das Bewußtsein des
Baumes mitnehmen.
Eines Tages sieht sie ein Eichhörnchen auf ihrem Ast die letzten Eicheln um sich
herum einsammeln. Gerade will das Eichhörnchen auch Z-corn vom Baume reißen, da
ruft sie geistesgegenwärtig <Halt Eichhörnchen, bevor Du mich vom Baume
nimmst, sage mir, warum Du das tust!>
<Weil es Herbst ist> antwortete das Eichhörnchen <und danach kommt der
Winter, und erst dann kommt wieder der Frühling, der das Leben zurück bringt und
neue Eicheln aus dem Baum und neue Bäume aus den Eicheln der Vorjahre wachsen
läßt, die wieder Eicheln tragen!> Ungläubig fragte Z-corn das Eichhörnchen
<Willst Du damit sagen, daß dieser große Baum in einer kleinen Eichel war,
bevor er Baum wurde!> <Aber ja doch!> antwortete das Eichhörnchen <das
weiß doch jeder! > <Aber wie ist das möglich> beharrte Z-corn <daß ein so
großer Baum in einer so kleinen Eichel Platz hat, du willst mich sicher nur zum
Narren halten!>
Da wurde das Eichhörnchen wütend <Eichhörnchen lügen niemals, das tun nur die
Menschen!> rief es, riß Z-corn vom Ast und schleuderte es auf den Waldboden
und rief ihm noch hinterher <Da sieh doch selbst, daß ich die Wahrheit gesagt
habe und erfahre es selbst!>
Z-corn landete unsanft neben den anderen Eicheln - aber siehe da - weil sie auf
den Fall vorbereitet war und gerade über die erstaunlichen Worte des
Eichhörnchens nachdachte, während sie fiel, blieb das Bewußtsein des Baumes und
die Erinnerung an die Worte des Eichhörnchens erhalten. Mit Entsetzen bemerkte
sie den Verlust des Bewußtseins der anderen Eicheln, ihrer Brüder und
Schwestern, die sie nicht erkannten als ihre Schwester. Sie versuchte ihnen zu
erklären, wer sie waren - aber diese waren gefangen im Bewußtsein der Eichel
und hörten nur auf die Worte der Wissenschaftler und Journalisten.
So lebte Z-corn abseits von den anderen Eicheln und träumte weiter den Traum des
Baumes und sie dachte immer wieder über die erstaunlichen Worte des
Eichhörnchens nach - daß ein riesiger Baum in einer so kleinen Eichel Platz
finden konnte und überlegte immer wieder, wie das möglich war - aber sie
zweifelte nicht mehr an den Worten des Eichhörnchens, denn die gerechte Empörung
über die Unterstellung der Lüge war zu echt.
Niemals hörte man ein Wort der Klage aus dem Munde Z-corns und niemals hörte sie
den sogenannten Nachrichten der Journalisten zu, denn sie wußte, daß dies nur
die niedere Wahrheit des Eichel-Bewußtseins und nicht die höhere Wahrheit des
Baum-Bewußtseins war. Daher ging unentwegt ein verklärtes Strahlen von ihr aus,
das immer klarer und stärker wurde - darum machten die Würmer und Schnecken
einen großen Bogen um Z-corn. Einige andere Eicheln, die noch Reste ihres
Baum-Bewußtseins hatten, wurden angezogen von ihrer großen Weisheit, Klarheit
und Reinheit. Sie kamen zu Z-corn und hörten ihre Geschichte und einige wenige
fingen ebenfalls an darüber nachzudenken, wie es möglich ist, eine Eichel und
gleichzeitig ein großer Baum zu sein.
Während Z-corn den Traum der Eichel träumte, die doch gleichzeitig und in
Wahrheit ein Baum ist, stülpte sich unmerklich ihr Innerstes nach außen und
wuchs aus ihr heraus. Der Frühling kam und eines Morgens, da war es soweit - ihr
Innerstes hatte den Mantel der Finsternis durchbrochen. Und jetzt, da der Keim
der Eichel den Waldboden durchbrochen hatte und Z-corn endlich wieder das Licht
des Himmels erblickte, da kannte sie das Geheimnis. Jetzt verstand Z-corn
auch die Worte des Eichhörnchens und wußte mit absoluter Sicherheit <Ich
selbst - ICH BIN der Baum, der in der Eichel war!> Für sie gab es nun wieder
den Himmel und das Licht und den Wald und die Menschen und die Tiere - aber
Würmer und Schnecken waren keine Gefahr mehr für sie.
Aber auch die wenigen Eicheln, die ihren Worten Glauben geschenkt hatten,
stülpten bald ihr Innerstes nach außen und erlangten erneut das Bewußtsein
des Baumes, diesmal aber in seiner Ganzheit und mit der Fähigkeit, selbst
Eicheln als Kinder hervorzubringen.
Die Wissenschaftler unter den Eicheln aber stellten mit Verwunderung fest, daß
einige Eicheln aufgestiegen waren aus der Erde - und da sie sich den Vorgang
nicht erklären konnten, gaben sie ihm wenigstens einen Namen - wie es
Wissenschaftler immer tun, wenn sie ihre Unwissenheit verbergen wollen - und sie
nannten es Super-Wurm. Und sie sagten zu den anderen Eicheln <Seht nur, wohin
es führt, wenn eine Eichel denkt, sie wäre ein Baum - jetzt hat der Super-Wurm
sie alle aus ihrem Eichel-Gehäuse gezogen und getötet - welch schrecklicher
Tod!>
Und die Journalisten hatten ihre Sensation und die vielen Eicheln fröstelten vor
Entsetzen vor der Ungeheuerlichkeit des neuen Schreckens, dem sie wehrlos
ausgeliefert waren - und sie beeilten sich, alle Gedanken an Bäume aufzugeben -
und einige Fanatiker versuchten sogar alle Bücher zu verbrennen, in denen das
Wort Baum vorkam - denn in der Literatur wimmelte es nur so von Hinweisen auf
die Existenz von Bäumen.
Erkennst Du als Mensch den Sinn dieser Geschichte - dann verstehst Du auch den
Sinn des Mensch-SEINS und das Bewußt-SEIN des Menschen. Denn auch der Mensch
ist wie eine Eichel - oder ein Kind am Baum des Lebens - auch er fiel vom
Baum, der die Totalität allen Seins oder Gott ist.
Erkenne die höhere Wirklichkeit Deines Seins - erkenne, wer Du wirklich bist
- und auch Du wirst anfangen, Dein Innerstes nach außen zu stülpen und bald das
Licht des Himmels erblicken und zur Grenzenlosigkeit und Freiheit Deiner wahren
Größe und Herrlichkeit heranwachsen, die erhaben ist über alles, was Du Dir
jetzt vorstellen kannst - und dennoch verborgen ist in Deinem Inneren.
Denn bedenke - der Frühling ist jetzt - und der nächste Frühling ist weit
- und die Würmer sind überall.
Du hast die Wahl – So sei es
Erläuterungen
Für diejenigen, die glauben können - ohne zu wissen, nur weil sich etwas im Herzen richtig anfühlt - hier noch einige unsterbliche Wahrheiten, quasi als Essenz der ewigen Weisheit der Parabel des Bewußtseins.
Wenn Du diese Wahrheit im Bewußtsein annimmst, dort festhältst und mit Leben = Gefühl erfüllst - dann hast Du die absteigende Bewußtseins-Spirale für immer verlassen, die Zerstörung bedeutet - und stattdessen die aufsteigende Bewußtseins-Spirale gewählt, die zum ewigen Leben führt.
Diese Wahrheit wird Dich frei machen von allen Illusionen und Dich in den mächtigen Stand versetzen, Dein Leben bewußt zu gestalten, während es sich entfaltet - und eines Tages ist auch für Dich der Tag gekommen - pda wirst Du wissenp.
Alles ist
relativ, auch Wahrheit - darum gibt es viele Wahrheiten, die
irgendwann auch zum Ziel führen. Keim-Wahrheiten, wie diese, sind
Wahrheiten, aus denen sich weitere höhere Wahrheiten harmonisch
entfalten - der direkte Weg zur Quelle.
Du musst die Quelle einer Wahrheit nicht kennen, um ihre Richtigkeit zu prüfen - denn es gibt in Wahrheit nur EIN Bewusstsein, darum sind alle Quellen in Wahrheit EINS.
Prüfe eine Wahrheit niemals nur mit dem Verstand, er wird Dir nur viele neue Illusionen liefern und Dich in die Irre führen - wenn sich aber etwas in Deinem Herzen, in Deinem Gefühl richtig anfühlt, dann nimm es an als Deine Wahrheit.
Nimm niemals eine Wahrheit an, die sich in Deinem Herzen nicht richtig anfühlt. Das gilt auch für diese Wahrheit - wenn sie sich für Dich nicht richtig anfühlt, dann ist es nicht Deine Wahrheit - habe dann die Anmut zu verstehen, dass Du vorher noch andere Wahrheiten lernen musst. Höre immer auf die feine, leise Stimme in Deinem Herzen, sie kennt alle Wahrheit.
Erkenne als ewige Wahrheit hinter allen Illusionen, die Dir der Verstand vorgaukelt - ICH BIN ist die Schöpferkraft, der Schöpfer in Tätigkeit - die einzige Ursache, der Vollbringer, die Quelle, der Ursprung allen Seins.
Keine Blume kann sein ohne den Willen ihres Schöpfers - denn er hält den Gedanken der Blume aufrecht und erfüllt ihn mit Leben = Gefühl durch das Bewusstsein - ICH BIN eine Blume.
Erkenne als ewige Wahrheit - ICH BIN ist der Schöpfer, der sich durch seine Schöpfung offenbart. Sagt nicht jeder, der sich vorstellt - ICH BIN Peter, ICH BIN Inge - und sagt nicht jeder, der seinen Beruf nennt, ICH BIN Lehrer, ICH BIN Angestellter - und muss nicht selbst der Atheist, der in seiner Unwissenheit sagt - ICH BIN Atheist - seinen Schöpfer durch das ICH BIN zuerst anerkennen, ehe er ihn durch das Wort Atheist dann negiert?
ICH BIN Bewusstsein
ICH HABE Bewusstsein.
Wenn Du den entscheidenden Unterschied vollkommen verstanden hast, dann kannst Du beginnen, Bewusst zu SEIN - Du kannst ganz sanft damit beginnen, Dinge, Menschen und Situationen in Dein Leben zu ziehen, die Du gerne dort haben möchtest - denn Bewusstsein ist der magnetische Kraftwirbel, der alles, was DU BIST in Dein Leben zieht.
Stell Dir ein wenig Bewusstes Kind vor, das an einen Teich kommt, auf dem ein schöner Ball schwimmt, den es gerne haben möchte. Ohne zu überlegen schlägt es wie wild mit den Händen auf die Oberfläche des Teiches ein in Richtung Ufer, um das Wasser dorthin zu bewegen. Aber alles was passiert ist, dass der vorher ruhige Teich sich zu immer höheren Wellen aufschaukelt, der Ball tanzt nur wild auf und ab, hin und her, ohne sich dem Ufer zu nähern - das Kind wird den Ball wahrscheinlich nicht bekommen. Das Leben ist wie dieser Teich - die Anstrengungen der meisten Menschen gleichen den Anstrengungen des unBewussten Kindes - sie sorgen nur unentwegt dafür, dass sich die Wellen des Lebens immer höher und unkontrollierter aufschaukeln. Wenn Du aber Weisheit annimmst und anfängst, Bewusst zu sein, dann ist Deine ICH BIN Gegenwart das Zentrum eines harmonischen, magnetischen Kraftwirbels, der ganz sanft, früher oder später alles das, was in Deinem Bewusstsein schon ist, in Dein Leben zieht.
Du wirst niemals das, was Du nur willst - aber Du wirst alles, was Du im Bewusstsein schon BIST. Es ist genau wie im Leben - um ein Haus zu bauen, genügt es nicht, es nur zu wollen - aber wenn Du im Geist schon einen Plan hast und ihn dann mit Leben = Gefühl erfüllst, wird das Haus entstehen.
Es ist niemals wirklich wichtig, was Du tust - was zählt, ist immer nur, WER DU BIST das Bewusstsein, das Dich veranlasst, etwas zu tun - die Absicht Deines Tuns. Das Leben ist auch hier, wie immer, der Lehrmeister. Stell Dir einen Demonstranten vor, der von der Polizei festgenommen wird mit einem Messer in der Hand und dabei einen Polizisten nur ganz leicht mit dem Messer ritzt. Und stell Dir dann einen Chirurgen vor, der mit einem Messer den Bauch seines Patienten öffnet und dabei eine riesige Wunde hinterläßt. Beide haben ein Messer benutzt und eine andere Person damit verletzt - aber nur der Demonstrant wird verurteilt - der Chirurg hingegen wird sogar noch gelobt und verehrt - warum? Das Bewusstsein, die Absicht des Demonstranten, war gewaltsame Beseitigung eines Missstandes, also Zerstörung - das Bewusstsein, die Absicht des Chirurgen aber war Linderung von Leiden, also Liebe - das macht den Unterschied.
Erkenne, dass Du die Kapazität hast, alles zu sein. Wenn ein Zaubergeist Dir drei Wünsche gewährt, wirst Du Dir Reichtum, Macht und Gesundheit wünschen, oder wirst Du klug genug sein, Dir zu wünschen, selbst der Zaubergeist zu SEIN? Wenn Du Bewusstsein annimmst und verstehst, dann wisse dies - Bewusstsein ist der Zaubergeist - ICH BIN ist sein Zauberstab.p
Bewusstsein ist dort, wo Du deine Aufmerksamkeit hinlenkst - mit ICH BIN erzeugst Du einen mächtigen Brennpunkt im Bewusstsein. Dein Bewusstsein funktioniert daher im Prinzip wie ein Radio-Empfänger. Stimme Dich ein auf ein Programm des Friedens, der Harmonie - indem Du es im Bewusstsein BIST - und Dein Leben wird diese innere Harmonie, den Frieden, der du im Bewusstsein BIST, in Deinem Leben wiederspiegeln, egal welche Einstellungen die anderen um Dich herum haben. Wenn es Dir gelingt, diese Einstellung aufrecht zu erhalten, obwohl Du im äußeren Leben Chaos um Dich herum wahrnimmst - dann kannst Du unbeschadet und unberührt durch jeglichen Aufruhr der Menschen um Dich herum hindurchgehen - er wird sich nur als Test Deines Schöpfers erweisen, der die Festigkeit Deiner Einstellung prüfen will.
Wenn Deine Einstellung ist - ICH BIN überall sicher, niemand wird mich gegen meinen Willen berühren - dann ist das Dein Gebot im Bewusstsein - das Leben wird es getreulich widerspiegeln und solange Du dieses Gebot im Bewusstsein aufrecht erhältst, kannst Du sicher durch die berüchtigtsten Gegenden gehen. Du wirst (vielleicht als einziger) nicht bestohlen und von niemanden gegen Deinen Willen berührt. Wenn Deine Einstellung aber sein sollte - Diebe sind überall, nirgends ist man sicher - dann kannst Du hingehen, wohin Du willst, Du wirst Dich nirgends sicher fühlen. Du wirst (vielleicht als einziger) immer wieder bestohlen, egal welche Sicherheitsmaßnahmen Du auch immer treffen magst - Dein Gebot im Bewusstsein wird sich früher oder später manifestieren.
Der Gedanke ist der Vater, das Gefühl ist die Mutter, die Manifestation das Kind - ICH BIN ist die Schöpferkraft in Tätigkeit. Das ist das Gesetz der Manifestation, nur in der Dreiheit ist es wirksam. Das Leben als Lehrmeister sagt - wenn das Gefühl = die Mutter stirbt, wird das Kind = die Manifestation nicht geboren. Wenn Du etwas Bewusst manifestieren, es in Dein Leben ziehen willst, musst Du es mit Gedanke und Gefühl beleben und diese magnetische Kraft bis zur Manifestation aufrechterhalten. Wenn Liebe das Gefühl ist, das Deine Manifestation mit Leben erfüllt, dann ist Deine Manifestation dauerhaft - denn es ist wahr, was alle Religionen und Meister verkünden - Liebe ist die stärkste Macht und die einzige zusammenhaltende Kraft allen Seins.
Wer diese Wahrheit anzweifelt, der sollte einmal beobachten, über welche Kräfte schon eine Tier-Mutter verfügt, die ihr Junges nur aus instinktiver, begrenzter Liebe heraus gegen viel stärkere Feinde zu schützen vermag. Wie viele tausendmal stärker ist dann aber Bewusste, bedingungslose, grenzenlose Liebe, wie sie der Meister aller Meister Jesus demonstriert hat - der einzig aus Liebe einen grausamen Tod auf sich nahm, nur damit andere durch sein unsterbliches Beispiel leben können - nichts, wirklich nichts ist solcher Liebe unmöglich.
Du kannst dieses Wissen über Manifestation auch niemals wirklich missbrauchen - denn wenn Hass oder Zerstörung das Gefühl ist, das Deine Manifestation mit Leben erfüllt, dann ist die Manifestation nicht dauerhaft. Ein starkes, dauerhaftes Gefühl wird dennoch die Manifestation hervorbringen und diese wird auch ihr Werk vollenden. Nach dem Gesetz des Kreislaufs kehrt diese dann aber zu Dir als Schöpfer zurück, verstärkt durch ähnliche Gedanken und Gefühle, die sie auf ihrem Kreislauf belebt haben, um dann in Deinem Leben wirksam zu sein. Du selbst musst dann diesen Kräften standhalten, bis Du sie durch Dein Leiden aufgezehrt hast oder das Wissen und die Weisheit erworben hast, sie durch Bewusste Anstrengungen zu läutern und aufzulösen. Denn Gedanken sind Energien, die nicht zerstört, sondern nur umgewandelt werden können.
Du brauchst das Manifestieren übrigens nicht erst zu lernen, Du machst das nämlich jeden Tag - nur ist den meisten Menschen nicht Bewusst, dass sie unentwegt durch ihre Gedanken und Gefühle ihre eigene Wirklichkeit schaffen. Weil sie das aber in Unwissenheit mehr oder weniger unBewusst tun, dauert es oft sehr lange, bis ihre Gedankenformen - durch gleichartige Gedankenformen anderer Menschen aufgeladen und verstärkt - kraftvoll genug sind, um ihre Wirklichkeit in der 3. Dimension zu sein. So wie es Naturvölker geben mag, die den Zusammenhang zwischen Geschlechtsakt und Geburt eines Kindes nicht verstehen, weil dieses erst 9 Monate später als Manifestation auftaucht - so verstehen die meisten Menschen den Zusammenhang zwischen ihren Gedanken und Gefühlen und den Ereignissen, die in ihrem Leben auftauchen nicht als das, was sie sind - ihre eigene Manifestation.
Wenn Du augenblicklich manifestieren willst, wie es die Meister können, dann musst Du zuerst Dein Bewusstsein genügend reinigen - durch Anwendung des Alles Verzehrenden Violetten Feuers, indem Du es im Bewusstsein BIST - und Du musst lernen, einen kraftvollen Bewussten Gedanken auszusenden, aufgeladen mit dem Gefühl grenzenloser, bedingungsloser Liebe des Schöpfers zu seiner Schöpfung.
Tod ist in Wahrheit eine Illusion des Verstandes - nur der Körper kann sterben, Bewusstsein selbst ist unsterblich, es erfährt den Tod nur als Dimensions- Übergang in eine andere Dimension.
Als Mensch bist Du in Wahrheit ein multidimensionales Wesen. Vereinfacht ausgedrückt könnte man sagen - 'normales' Wach-Bewusstsein ist Bewusstsein in der 3. Dimension. Traumschlaf ist Bewusstsein in der 4. Dimension - dort gelten andere Gesetze, der trennende Schleier ist nur sehr dünn, weshalb Du manchmal Erinnerungen von dort ins Wach-Bewusstsein zurückbringen kannst. Tiefschlaf ist Bewusstsein in der 5. Dimension oder in noch höheren Dimensionen - nur voll erwachte Individuen können Erinnerungen von dort mitbringen - aber in der Tiefe Deines Herzens weißt Du trotzdem alles.
Tod - wie der Mensch ihn wahrnimmt - ist nur ein Rückzug des Bewusstseins aus dem physischen Körper der 3. Dimension, wenn dieser durch falsche Bewusstseins-Einstellungen unbrauchbar geworden ist. Da Bewusstsein unsterblich ist, kann es sich jederzeit wieder in einen neuen physischen Körper kleiden, um weitere Erfahrungen in der 3. Dimension zu machen. Damit ist der Tod im wesentlichen das gleiche wie der scheinbare Tod eines Baumes im Winter, der nur für eine kurze Ruhepause sein Bewusstsein nach innen zurückzieht und deshalb seine Blätter abwirft - eine Illusion.
Stell Dir vor - ein junger Mann hat 40 Jahre lang den Körper seiner Mutter für die Mutter gehalten - er hat die Illusion nicht durchschaut. Er hat seine Mutter verehrt, geliebt und mit ihr Freude und Leid geteilt. Eines morgens liegt sie tot im Bett und er ruft wehklagend - Mutter, warum bist Du von mir gegangen? Warum beklagt er den Weggang der Mutter - da liegt doch der Körper der Mutter, den er für die Mutter hält. Er tut es deshalb, weil er tief in seinem Inneren doch die Wahrheit kennt, dass da wirklich etwas Unsichtbares gegangen ist. Was da gegangen ist, ist nicht der Körper der Mutter, es ist der Geist, das Bewusstsein der Mutter - denn Mutter ist in Wahrheit ein unsichtbares, formloses, ewiges Prinzip des Bewusstseins, das sich nur in eine Form gekleidet hat, damit der Sohn das Prinzip Mutter verstehen konnte.
Wenn Du die Unsterblichkeit des Bewusstseins und den Tod als Illusion vollkommen verstanden hast, kannst Du vielleicht auch verstehen, warum die Natur trotz des Prinzips Liebe fähig ist, manchmal zerstörerische Maßnahmen zu ergreifen. Gerade weil sie sich der Unsterblichkeit des Bewusstsein vollkommen Bewusst ist, besitzt sie die Fähigkeit, jederzeit ohne Bedenken alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, auch zerstörerische, um eine Veränderung herbeizuführen, die zum Überleben der Erde notwendig ist - ohne die geringste Rücksicht auf Individuen oder ganze Zivilisationen. Sie verhält sich da genau so wie ein Mensch, der an einer juckenden Wunde kratzt, um eine Veränderung herbeizuführen, ohne Rücksicht auf die Bakterien, die er dabei tötet.
Sei Dir Bewusst - es hat Zivilisationen wie Atlantis gegeben, die im Nu von der Erde verschwanden, weil ihr Bewusstsein zum Bewusstsein der Zerstörung der Erde geworden war. Sieh der Wahrheit ins Auge - auch das Bewusstsein dieser Zivilisation ist ein Bewusstsein der Zerstörung geworden. Jedes Mal wenn Du das Gaspedal Deines Autos trittst, tötest Du die Erde, jede Plastiktüte, die Du kaufst, tötet die Erde, jeder Baum, den man fällt, tötet die Erde - denn die Wälder sind die Lungen der Erde - und in Wahrheit ist die Erde ein Lebewesen mit freiem Bewusstsein.
Was würde die Menschheit mit all ihrer Wissenschaft und Technik wohl tun, wenn die Erde sich entschließt, ihre Achse zu verschieben, wie sie es wiederholt in ihrer Geschichte tat - und sich dabei die Ozeane in einer 5 Meilen hohen Flutwelle über die Erde ergießen - nichts, absolut nichts könnten sie ausrichten. Wieder einmal hätte sich eine Zivilisation selbst ausgelöscht, verursacht durch die Arroganz und den nutzlosen Stolz ihrer Wissenschaft, die glaubt über den Gesetzen der Natur zu stehen. Denn dies ist die Wahrheit - keine Wissenschaft und Technik könnte die Erde davon abhalten solches zu tun, wenn sie es zu ihrem Überleben für notwendig hält, es ist allein ihre freie Entscheidung im Bewusstsein. Und nur das Bewusstsein der Menschen, die das verstehen, die könnten etwas bewirken, indem sie das Bewusstsein der Erde SIND. Indem sie dies tun, könnten sie die Erde davon abhalten, solches zu tun - das ist ihre Macht im Bewusstsein.
Wenn Du jetzt also vollkommen verstanden hast, dass ein Individuum oder ganze Zivilisationen im Handumdrehen sterben können und dennoch unsterblich im Bewusstsein sind - dann hast Du einen grandiosen, ewigen Sieg über den Tod errungen, Deinen eigenen - dann wirst Du niemals sterben, denn dann ist es Deine Wirklichkeit geworden. Dann kann Dich der Mächtigste dieser Erde nicht mehr beherrschen, weil Du weißt - allenfalls Deinen Körper kann man zerstören, niemals Dein unsterbliches Bewusstsein. Und wenn dieses Wissen Dich mit solcher geistigen Stärke auflädt, dass Du Dein Leben sogar Bewusst hingeben kannst, damit andere diese Wahrheit auch verstehen, damit sie durch Dich leben können, wie der Meister der Meister Jesus es getan hat, dann wird dieser Bewusste Tod Dein Bewusstsein zu noch grandioserem Sein emporkatapultieren.
Viele Zivilisationen haben vor der unseren auf dieser Erde existiert - bis heute lebendig geblieben sind aber nur schwache Erinnerungen an die Zivilisationen von Atlantis und Lemuria oder MU. Von den anderen erzählen nur die Meister - diese existieren außerhalb des Zeitstroms und kennen deshalb Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Da hat es unsterbliche Zivilisationen wie Shamballa, das Königreich AN oder die Maya gegeben, die durch grandioses Wachstum im Bewusstsein den dreidimensionalen Bewusstseins-Rahmen im Handumdrehen verlassen haben - sie stehen dadurch selbst auf der Stufe der Meister. Es hat aber auch einige Zivilisationen gegeben, die im Bewusstsein zusammengebrochen sind durch Arroganz, Stolz und falsches Bewusstsein - sie haben das Ende aller Bewusstheit selbst herbeigeführt und sich dadurch selbst vernichtet - Atlantis gehört dazu.
Die Meister haben erkannt, daß unsere Zivilisation erneut kurz vor dem Zusammenbruch im Bewusstsein steht, wenn es nicht gelingt, unsere Bewusstseins-Einstellung zu ändern. Aber da ist große Hoffnung, denn im stillen formiert sich bereits eine unüberwindliche Armee des wachsenden Bewusstseins. Sie hat schon gewaltiges vollbracht, ohne sich dabei ins Bewusstsein der Menschen zu drängen. In Wahrheit ist der Fall der Mauer und die Überwindung des Ost-West-Konfliktes bereits ihr Werk - weil sie im vereinten Bewusstsein die Kräfte der Meister herbeigezogen haben um den Wandel herbeizuführen. Erinnere Dich an den Ruf - WIR SIND das Volk - das war angewandtes Bewusstsein auf breiter Basis, auch wenn nicht jedes Individuum dieses verstanden hat - ICH BIN im kollektiven Bewussten Einsatz - kein Herrscher dieser Erde wäre mächtig genug gewesen, sich diesem kollektiven Bewusstsein entgegenzustellen.
Im Gegensatz zu Atlantis, wo die Warnungen überall auf arrogante Ablehnung stießen, ist es diesmal anders - überall, wo die Wahrheiten der Meister die Menschen erreichen, werden sie auch bereitwillig angenommen. Und noch etwas ist diesmal anders - so groß ist unsere Abhängigkeit von der Papiergeld-Illusion, daß die Mächtigen dieser Erde den wahren Zustand der Erde vor den Menschen verbergen - denn kein Geldanleger darf solche Informationen erhalten - sie könnten in Panik geraten und unsere Wirtschaft zusammenbrechen lassen.
Weil nur die Wahrheit Dich frei macht, hier noch einige der Wahrheiten, wie die Meister sie sehen, in Stichworten. Aber bedenke, was erforderlich ist, um Zustände zu ändern, ist nicht gewaltsame Aktion, die würde nur Gegengewalt ohne Ende hervorbringen, wie Du sie aus der Geschichte nur zur Genüge kennst. Was wirklich erforderlich ist, ist eine Änderung im Bewusstsein auf breiter Ebene. WIR SIND der Frieden der Welt - WIR SIND eine Menschheit - WIR SIND das Volk - WIR SIND die Reinheit der Luft - WIR SIND die Reinheit der Meere und Gewässer - WIR SIND die Freiheit aller Menschen - solche und ähnliche Bewusstseins-Einstellungen würden den Wandel mühelos vollbringen.
Die Wissenschaft hat die Rolle der Religionen eingenommen, sie hat wie diese ein Dogma, ein ungeschriebenes Gesetz, aber durch und durch akzeptiert, das da lautet, kein Wissenschaftler bringt jemals etwas zu Papier, was die Wissenschaft nicht als wahr akzeptiert oder erklären kann. Damit deklariert sie alles Unsichtbare wie Geist, Seele, Bewusstsein, Meister, Außerirdische als nicht existent und ist damit wohl die dogmatischste aller Religionen. Durch Arroganz, Stolz und falsches Bewusstsein hat die Wissenschaft nicht nur den derzeitigen Zustand verursacht - sie lehnt auch die einzige Hilfe ab, die es für uns noch gibt und die uns die Meister anbieten. Von einem Sachzwang zum anderen getrieben, von Geldgebern und deren Absichten abhängig, kann sie keine wirklich freie Entscheidung mehr treffen - das Ende von Wahlfreiheit bedeutet aber bereits den Tod im Bewusstsein.
Weil die Wissenschaft in der jetzigen Form, ob sie es weiß oder nicht, damit ihren eigenen Tod im Bewusstsein bereits vorweggenommen und programmiert hat, muß es über kurz oder lang nach den Gesetzen des Bewusstseins auch ihre Wirklichkeit werden - nur sie selbst verursacht ihren Niedergang - ihren Tod. Schon jetzt gibt es kaum einen Menschen, der noch an die Unfehlbarkeit der Wissenschaft glaubt. Wenn diese aber über kurz oder lang durch das wachsende Bewusstsein der Menschen genötigt, die sich mit den Beschwichtigungen der Wissenschaft nicht mehr abfinden, letzlich doch die Existenz von Außerirdischen zugeben muß, die als unsere Oberherren (Overlords) schon seit Jahrtausenden die Geschicke der Menschen lenken - dann wird die Wissenschaft wohl ihren Offenbarungseid leisten, weil sie dies geleugnet hat, um ihre eigene Macht zu erhalten.
Dann wird es eine neue Wissenschaft ohne Dogma geben, die das Leben und die Gesetze des Lebens respektiert - das wird eine Wissenschaft des Bewusstseins sein.
Glaube niemals, daß Du klein bist, nur weil in Deinem Paß vielleicht 1.70 cm steht - wahre Größe kann nur gemessen werden an der Größe Deiner unsterblichen Bewusstseins-Flamme im Herzen und damit an der Größe Deines Mitgefühls für anderes Leben. Und nur wenn Dein Bewusstsein begrenzt ist auf Essen, Trinken, Schlafen, Arbeit, Fernsehen und ähnliche Belanglosigkeiten - dann bist Du im Bewusstsein ein geistiger Zwerg, trotz Deiner Titel und Millionen, die Du vielleicht besitzt.
Dennoch bist Du in Wahrheit ein geistiger Riese, wenn Du es nur willst - grenzenlos groß, weil Dein Bewusstsein grenzenlos ist. Denn kannst Du nicht im Geiste mühelos ins Innere eines Atoms gehen, die fernsten Galaxien und Quasare erreichen oder durch schwarze und weiße Löcher in Parallel-Universen gehen. In Wahrheit ist nichts außerhalb Deines Bewusstseins - weil es in Wahrheit nur EIN Bewusstsein gibt - alles andere sind Illusionen, die Dir Dein Verstand vorgaukelt.
Es gibt in Wahrheit niemanden, der größer oder kleiner ist im Bewusstsein als Du, alle sind gleich grenzenlos - die Illusion, daß jemand größer oder kleiner wäre, ensteht nur dadurch, daß sich alle auf unterschiedlichen Stufen der Erkenntnis darüber befinden, wer sie in Wahrheit sind. Um es auf den Punkt zu bringen, selbst ein Meister unterscheidet sich in Wahrheit von Dir nur dadurch, daß dieser für immer im Bewusstsein festhält, daß er ein Meister mit göttlichen, machtvollen Kräften ist, während Du noch daran zweifelst, daß Du selbst ein Meister sein kannst, weil Du die Illusion Deiner vermeintlichen Machtlosigkeit immmer wieder neu belebst.
Fühle Dich niemals schwach - denn in Wahrheit bist Du unüberwindlich stark Um freien Willen wirklich zu besitzen, mußte Dich Dein Schöpfer mit den machtvollsten seiner eigenen göttlichen Kräfte ausstatten - Du könntest sonst Du niemals freien Willen haben.
Du bist in Wahrheit sogar so mächtig, daß Du aufgrund Deiner selbst im Bewusstsein zusammenbrechen kannst - Du kannst Dich selbst im Geist vernichten. Durch Unwissenheit, Stolz und falsches Denken kannst Du das Ende Deiner Bewusstheit selbst herbeiführen - niemand sonst hat die Macht dazu, nicht mal Dein Schöpfer. Weil er Dir in Liebe freien Willen gab, besitzt nur Du selbst diese Macht, Dich zum ewigen Leben zu erheben oder Dich selbst auszulöschen im Bewusstsein. Es ist wie beim Vater unter den Menschen, der aus Liebe zu seinem Sohn nicht unangemeldet ins Zimmer des Sohnes eindringt, obwohl er wohl die Macht dazu hat - aus Liebe zum Sohn und um ihn nicht zu erniedrigen, hat er freiwillig auf diese Macht verzichtet.
Weil Dein Schöpfer Deine Vernichtung nicht will - denn Du bist sein Kind, ein Teil von ihm - sendet er Dir seine aufgestiegenen Meister wie Jesus als Boten, um Dich daran zu erinnern, wer Du in Wahrheit bist - um durch Anwendung ihrer Wahrheiten den ewigen Sieg zu erringen und Dich zum ewigen Leben zu erheben.
Du kannst immer nur so mächtig sein, wie Du es selbst im Bewusstsein zuläßt Wenn Du die Illusion von Machtlosigkeit akzeptierst, die man Dir immer wieder einredet und suggeriert, wenn Dein Bewusstsein nur noch Dein Image ist, das Dir die Zivilisation überlackiert hat, dann ist Deine Macht wahrlich sehr begrenzt.
Damit Du wahrhaft erkennen kannst, welche Macht wirklich in Deinem Geist ist - hier einige Informationen vom "Rat der Neun"- Du kannst ihn Dir als kollektives Bewusstsein aller aufgestiegenen Meister vorstellen. Um diese wahre Macht hervorzubringen und zum Wohle aller Bewusst zum Einsatz zu bringen, mußt Du nichts weiter tun, als sie anerkennen, indem Du Dich nicht länger schwach fühlst.
Wenn Du 36 Sekunden lang ohne jede Störung und so intensiv wie möglich im Gefühl denkst, daß du gesund bist , setzt Du einen Genesungsprozeß in Gang.
Wenn Du 36 Minuten lang ohne jede Störung und so intensiv wie möglich im Gefühl denkst, daß du gesund bist , gehört es Dir für immer - Du wirst nie wieder krank.
Aber bedenke - wenn Du nur 36 Sekunden denkst, daß Du krank bist, wirst Du krank. Kannst Du Dir jetzt vorstellen, wie viele Menschen zahlreiche ihrer Krankheiten in Unwissenheit durch falsches Bewusstsein selbst hervorgebracht haben. Dennoch beharren viele weiterhin auf ihrer Unwissenheit, indem sie die Existenz der aufgestiegenen Meister verneinen. Weil aber die Meister den freien Willen respektieren, können sie trotz ihrer Macht weder helfend eingreifen, noch werden sie sich dem Bewusstsein dieser Menschen aufdrängen - sie sind dadurch für diese Menschen tatsächlich nicht existent - weil deren Verneinung ihr Gebot im Bewusstsein ist.
Wenn Du Dich vollständig an etwas erinnern willst, konzentriere Dich 36 Sekunden lang ohne jede Störung und so intensiv wie möglich darauf - dann ist das Gewünschte in Deinem Geist, im höheren Selbst, im niederen Selbst, im Bewusstsein und im UnterBewusstsein. Du behältst es dann im Gedächtnis oder Du kannst es aus dem UnterBewusstsein hervorholen - Du kannst es nie wieder vergessen - außer mit Hilfe derselben Methode.
Wenn Du einen Gedanken oder eine unerwünschte Erinnerung aus dem Bewusstsein oder UnterBewusstsein entfernen willst, konzentriere Dich 36 Sekunden darauf, es zu entfernen - und es ist ausgelöscht.
Wenn Du einen Irrtum aus Deinem Geist entfernen willst, konzentriere Dich 36 Sekunden darauf, ihn zu entfernen - und er wird aus dem UnterBewusstsein gelöscht sein.
Wenn Du Dich 36 Minuten darauf konzentrierst, einen falschen Gedanken aus dem Massen-Bewusstsein der Menschheit zu löschen, dann ist er für alle gelöscht. Aber dies zu vollbringen ist für normales Bewusstsein sehr schwierig, es erfordert regelmäßiges Üben und Gewöhnung.
Wenn sich 12 Menschen 36 Minuten lang auf Heilung und Reinigung eines bestimmten Bereiches konzentrieren, wird es ihnen gelingen.
Wenn sich 36 Menschen 36 Minuten lang zu einem Geist, einem Gedanken, einer Liebe vereinigen, können sie sogar das Universum ändern.
Glaubst Du jetzt immer noch, daß Du machtlos bist - dann lösche als erstes diesen Gedanken für immer aus Deinem Bewusstsein. Wenn er für Dich je wahr war, dann deshalb, weil Du ihn aus dem Massen-Bewusstsein übernommen und im Bewusstsein als wahr anerkannt hast - Du hast die Macht, das jederzeit zu ändern.
Als Erinnerung - denke niemals, daß Du schon alles weißt, es gibt noch sehr viel mehr zu lernen. Wisse - ICH BIN die Quelle aller Weisheit und allen Wissens.
Am 24. September erschien auf einer Polizeiwache in einer grossen Stadt eine
alte Dame. Es war eine reizende alte Dame, mit blau-roten Apfelbäckchen, in
einer schwarzen Satinbluse unter dem ehrwürdigen, schon ein wenig abgewetzten
Mantel, und mit dem kapottsten aller Kapotthüte auf dem silbergrauen Haar. Sie
näherte sich dem Pult, hinter dem der diensttuende Beamte saß, ausgewiesen
durch ein
Namens-
schild, „Sergeant McSuff".
„Ich möchte das abgeben", sagte die alte Dame heiter. „Ich habe es eben auf
der 399. Strasse gefunden", und sie streckte dem Beamten eine schweinslederne
Brief- tasche hin. Der Beamte nahm die Brieftasche, klappte sie auf und machte
Kulleraugen.
„Aber, Madam", sagte er, „das sind ja ... das sind ja 1000-Dollar-Scheine!
Einen Moment mal: das sind ja eins, zwei, drei, vier..." „Zwanzigtausend
Dollar in 1000- Dollar-Scheinen", sagte die alte Dame munter, und ihre
Bäckchen glühten.
„Na eben.
Ich habe auch schon nachgesehen. Hoffentlich können wir sie nur dem armen
Besitzer zurückverschaffen!"
Der Beamte war dick und gutmütig, wie es die Polizisten nun einmal in jenem
Lande sind. Er spuckte seinen Kaugummi unter das Pult und tat einen Schnaufer
vor Ver- wunderung. „Gott segne Sie, Madam", sagte er „Wir werden die
Brieftasche auf dem Polizeifundbüro deponieren. Aber . . . der arme Besitzer?
Nun, ich will Ihre Meinung von der Menschheit bestimmt nicht zerstören - aber
ich habe so meine Erfahrungen.
Es ist hm - sehr wahrscheinlich, dass der arme Besitzer eine der ganz grossen
be- rüchtigten Gangster unserer Stadt ist. Wer läuft denn sonst mit 20'000!
Dollar in der
Brusttasche herum, verstehen Sie? Und in diesem Falle wird er sich hüten seine
Brief- tasche abzuholen . . ." „Oh", machte die alte Dame. „Er wird sich
hüten", sagte Sergeant McSuff und starrte der alten Dame in die Augen. „Und
wissen Sie, was dann geschieht, Madam?" Er erhob sich, es wurde ordentlich
still im Raume. „Nach den geltenden Bestimmungen geht der Fund nach drei
Monaten in den Besitz des Finders über. In Ihren Besitz also, Madam." -
„Sie meinen, daß ich dann die 20000 Dollar ...?"- „Jawohl. Genau das meine
ich", sagte der Beamte und setzte sich wieder. „Du lieber Himmel!" rief die
alte Dame.
„Oktober, November, Dezember... Das würde ja haargenau zu Weihnachten... Da
könnte ich das Geld zu Weihnachten verschenken!" „Wie bitte?" fragte der
Sergeant.
„Heiliger Sankt Nikolaus!" sagte die alte Dame atemlos. „Dann könnte ich ja am
Vor- abend der Heiligen Nacht 1000-Dollar-Noten auf der Strasse verteilen."
„Ja", unter-
brach sie den Beamten, noch ehe er seinen Einwand aussprechen konnte, „das ist
eine alte Idee von mir. Denken Sie sich: am Heiligen Abend..., und die
Gesichter der Leute, wenn ich ihnen das Geld in die Hand drücke und..." „Aber,
Madame", schnaufte Sergeant McSuff, „wenn Sie's schon nicht selber
behalten..." „Ich bin eine alte Frau."
„.. Aber dann doch wenigstens... Ich meine, Ihre Verwandten..." „Ich habe
keine Verwandten. Nur einen alten Freund, den Doktor O'Silly, den alten
Teufelsbraten.
Aber mit dem zusammen habe ich x-mal von der Idee geträumt, ein paar Leute zum
Christfest froh zu machen..." „Aber", beharrte McSuff, „vielleicht würden Sie
besser zu einem wohltätigen Zweck..." „Eben", sagte die alte Dame schlicht und
ent- schlossen. „Mein lieber Herr", fuhr sie fort, „mein Name ist Mrs. Flora
Goodgoose.
Ich wohne in der 999. Straße, Haus Nr. 1, im 53. Stock. Und das Geld ist ja
schliess- lich meines dann, wie Sie mir selbst auseinandergesetzt haben, nicht
wahr?" „Noch nicht", sagte Sergeant McSuff. „Aber Gott segne Sie, Mrs.
Goodgoose."
Und er zog,
nachdem er sich den Schweiss von der Stirn gewischt hatte, ein Buch zwischen
den Knöpfen seiner Uniformbrust hervor und notierte Namen und Anschrift, auch
Namen und Anschrift ihres Freundes Dr. O'Silly, schloss die Brieftasche samt
Inhalt in den Panzerschrank, füllte das vorgeschriebene Quittungsformular aus
und überreichte ihr die Durchschrift. Dann entliess er sie mit viel
Kopfschütteln und dem
Satz: „Also,
wenn, dann auf Wiedersehen am 24. Dezember mittags."
Tatsächlich geschah nicht viel in den drei Monaten vor Weihnachten. Mrs.
Goodgoose
wohnte weiter recht einsam und bescheiden in ihrer Zweizimmerwohnung in der
999.
Straße, wo nur ab und an ihr alter Freund Dr. O'Silly nach dem Rechten sah.
Der empfing seinerseits gegen Novemberende den Besuch von Sergeant McSuff.
„Ich komme, Doktor", sagte McSuff, „um Sie über Mrs. Flora Goodgoose zu
befragen.
Sagen Sie mir: ist sie . . .?" „Sie ist die verrückteste alte Frau, die es
beiderseits des Hudson gibt", sagte der Doktor. „Aha", sagte McSuff. „Und . .
." „Und sie ist auch die liebste alte Dame unter der Sonne."
„Nichtsdestoweniger", - McSuff wiegte sein schweres Haupt. „Sie sind Arzt.
Nach den geltenden Bestimmungen würde ihr im Falle einer ärztlichen
Bescheinigung ihrer geistigen Unzurechnungsfähigkeit .
. ." „Herr!"
sprang der Doktor in die Höhe, und sein Professor-Piccard-Bubikopf kam in
Wallung.
„Herr, ich wollte, alle Mitglieder der New Yorker Polizei hätten stets ihre
fünf Sinne so haargenau beisammen wie meine Freundin Mrs. Flora Goodgoose!"
„Verzeihen Sie mir", sagte McSuff zerknirscht. „Ich habe nur pflichtgemäss . .
."
Am 24. Dezember, Schlag 12 Uhr mittags, fand sich Mrs. Goodgoose in Sergeant
McSuff's Dienstraum ein. In ihrer Begleitung befand sich Dr. O'Silly. In
Gegenwart einiger höherer Polizeibeamter entnahm Sergeant McSuff die pralle
Brieftasche dem Panzerschrank. Während die alte Dame die Scheine nachzählte
und dann die Quittung unterschrieb, verständigte sich McSuff mit dem Doktor.
„Heute nachmittag um vier", sagte der Doktor. „Die Strasse habe ich ihr
ausreden können, bei dem Schneetreiben!
Es wird im überdeckten Eingang des Woolworth-Warenhauses in der 100. Strasse
stattfinden." „Ich werde unauffällig dabeisein", flüsterte McSuff.
„Dies ist der schönste Tag in meinem Leben", sagte Mrs. Goodgoose und
schraubte den Füllfederhalter zu. „Und dies weihnachtliche Schneetreiben dazu
- genauso habe ich mir's immer erträumt."
Der erste, der durch die große Drehtür bei Woolworth kam, war ein blasser
junger Mann, der soeben ein echt versilbertes Armband zum Preise von 1 Dollar
95 Cent für
seine Frau eingekauft hatte. Mrs. Goodgoose hielt ihm eine 1000-Dollar-Note
unter die Nase und sagte fröhlich: „Frohe Weihnacht, junger Mann! Hier ist ein
kleines Weihnachtsgeschenk für Sie."
„Danke. Wie lieb von Ihnen", sagte der junge Mann. Und dann hüpfte er in die
Höhe, als habe ihm jemand kräftig auf die Zehen getreten, und schrie:
„Heiliger Roosevelt!"
„Es sind nur tausend Dollar", sagte Mrs. Goodgoose bescheiden. „Das sind ja
... das sind tausend Dollar!" schrie der junge Mann. „Polizei!" Hinter einem
Schaufenster trat McSuff hervor. „Hier ist die Polizei", sagte er und klopfte
dem jungen Mann auf die Schulter. „Die Sache ist all right. Die Dame schenkt
Ihnen die 1000 Dollar." - „Haben Sie seine Augen gesehen, Sammy?" drehte sich
die alte Dame zu Dr.
O'Silly um. „Er
kann's nicht glauben!"
Dann kam eine junge Frau mit einem Baby auf dem Arm. Sie brach in Tränen aus,
und der Doktor musste das Kind halten. Der nächste war ein kleiner
freundlicher schwarzer Junge aus der Nachbarschaft. Er hopste im Kreis herum
und schrie ein Halleluja nach dem anderen. Dann kam ein alter Gepäckträger
dran, der einen Jitterbug zu tanzen begann. Nummer fünf war ein alter Herr in
einer Melone. Er entblösste sein weisses Haupt und küsste Mrs. Goodgoose die
Hand. Dann kam ein Backfisch mit einer roten Schleife im Haar. Und dann ein
Autobusschaffner. - Innerhalb kurzer Zeit hat Mrs.
Goodgoose Menschen jeden Alters und Standes in den siebenten Himmel entführt.
Sie steht da, und ihre Bäckchen glühen, und sie hat Freudentränen in den
Augen.
Aber es strengt sie doch ein bisschen an, und als sie gerade Nr. 13 bedacht
hat - beim Anblick von Nr. 13 runzelt McSuff im Hintergrund die Brauen, denn
Nr. 13 kennt
er: es ist Swindler-Willy, ein berüchtigter Falschspieler seines Distrikts -,
da muss sie sich einmal hinsetzen und verschnaufen. Sie rappelt sich zwar
schnell wieder hoch.
Aber als sie den letzten Schein aus der Brieftasche zieht, beginnt sie ein
klein wenig zu schwanken, und Dr. O'Silly springt hinzu und fängt sie auf.
„Den letzten kriegt Sergeant McSuff", sagt sie noch. Und während dem dicken
McSuff nun auch das Wasser in die Augen tritt - verflucht noch mal -, bringt
der Doktor die alte Dame zu einem Taxi. „Nun aber nach Hause", sagt er.
Stunden später sass Mrs. Goodgoose in ihrem Wohnschlafzimmerchen. Sie hatte
sich mit Hilfe von Kamillentee und Eisbeutel wieder auf die Beine gemacht.
Nun sass sie in
der schwarzen Sonntagssatinbluse da, trank schlückchenweise Kaffee und ass
Ingwerbrötchen, von denen sie sich an jedem Weihnachten ein halbes Pfund
leistete.
Vor ihr auf dem Tisch stand ein Christbäumchen mit drei flackernden Lichtern.
Das Bäumchen hatte Dr. O'Silly gebracht, der eben noch einmal auf einen Sprung
herauf- gekommen war. „War's schön?" fragte der Doktor und tätschelte ihr die
Hand. „Ach, Sam, es war wunderschön", lächelte die alte Dame.
Der Doktor erhob sich. „Ich muss gehen, Flora", sagte er. „Noch einmal:
Frohe Weihn.
. ." Da rasselte die Türglocke. Die beiden sahen sich verwundert an.
Dann ging der
Doktor hinaus und öffnete.
Wie ein Volksaufstand quoll es zur Tür herein in die kleine Wohnung.
Voran der blasse
junge Mann, einen Baum mit unzähligen Lichtern, Silberhaar, Sternen und Äpfeln
vor sich hertragend. Dann die junge Mutter mit einer meterhohen Torte. Der
Gepäckträger mit einem Grammophon - es begann schon „Oh, du fröhliche" zu
spielen, als er es noch auf den Armen hatte. Die dazu gehörigen Plattenalben
schleppte der kleine schwarze Junge. Hinter ihm tauchte der alte Herr auf, er
brachte eine goldene Armbanduhr. Und dann der Backfisch, hoch über allen
Köpfen einen Karton balancierend, dem ein halbes Dutzend feinster schwarzer
Satinblusen entquoll. Hinter ihr Swindler-Willy, den Arm voller Flaschen alten
schottischen Whiskys. Das Wohnzimmer füllte sich und, als alle drin waren,
stand der dicke Sergeant McSuff, der die Nachhut bildete, auf der Schwelle,
keuchend und schwitzend winkte er Mrs. Goodgoose zu.
„Gütiger Himmel, Sergeant - wie habt ihr das gemacht?" rief die alte Dame.
„Oh, Madam - Kleinigkeit!" brüllte er zurück „Ich hatte ein paar Beamte in der
Umgebung bei Woolworth. Die hatten die Herrschaften aufzuhalten. Und als Sie
dann weg waren, haben wir uns alle wieder versammelt und verabredet."
Die Geschenke wurden aufgebaut. Und dann spielte das Grammophon „Stille Nacht"
und sie alle sangen mit. Später zwängte sich Swindler-Willy durch die Gäste zu
Mrs.
Goodgoose durch. „Wie war's mit einem kleinen 17 und 4, Madam?" fragte er.
„Willy!"
drohte der wachsame McSuff. „Sie sind ausser Dienst, Sergeant", knufft ihn die
alte Dame. „Los - raus mit den Karten!" Schliesslich war Swindler-Willy der
erste, der sich verabschiedete, um Mitternacht herum.
„Nanu", sagte McSuff und sah von seinem Whisky ohne Soda auf. „Ja, Sergeant,"
sagte Willy kleinlaut und setzte sich den Schlapphut ins Genick. „Ich muß
gehen.
Sonst gewinnt Mrs. Flora noch den letzten Hunderter zurück von Tausend, die
sie mir geschenkt hat."
„He, Sergeant", rief Mrs. Flora Goodgoose aus ihrer Ecke. „Wollen Sie statt
seiner weitermachen mit mir? Heute ist mein Glückstag!"
Autor: Alhard v. D. Borch
1.
Erde dich noch vor dem Aufstehen multidimensional
2. Erwache mit dem Gedanken und dem Wort:
“ ICH BIN GOTT, ICH BIN LICHT, ICH BIN SCHÖPFER!“
3. Verbinde dich mit deinen Geisthelfern, mit den Engeln und den
Gentechnikern, mit allem was ist und der Energie der Göttin.
4.
Lasse aus deinem Herzen eine riesige goldene Kugel entstehen, die du
in dir uns vor dir trägst – das bist du, du bist wahrhaft leuchtend
und göttlich.
5. Vereinige die Strahlen der Elohim, in all ihrer Regenbogenpracht in
deinem Aurafeld.
6. Lasse große weiße Flügel an deinem Rücken entstehen, und spanne sie einmal durchs Universum und um die Erde.
7. Fokussiere nur das was du bist und wahrhaftig willst.
8. Lasse deine innere Stimme richtig laut werden
9. Wenn es dich ein bisschen beutelt, gehe an dein CD-Regel und höre die schrägst und schrillst Rockmusik die dich zum mitsingen animiert, und singe, singe was das Zeug hält.
10. Meditiere in der Abenddämmerung, da sind die Energien am schönsten und kraftvollsten
11. Betrachte die Geschenke deines Lebens, deine Kinder, deine Familien, dich und dein Heim, mit unendlicher Liebe
12. Schau in den Spiegel, in deine Augen, und respektiere den ganzen Weg den du gegangen bist, danke dir dass es dich gibt, dass du den Mut hattest zum X-sten Mal hier zu inkarnieren und dieser Zeit dein Licht zu schenken, danke dir dass du hier bist.
13. Freue dich wenn die Jungs und Mädels an dir schrauben, wenn sie dich berühren wenn du sie wahrnimmst, lasse sie dein Herz berühren und freue dich einfach.
14.
Kaufe dir einen riesen Strauß Blumen, oder pflücke dir einen, sei ganz
bei dir, es sind deine Lorbeeren für all deine Dienste auf der Erde.
15. Geh ins Kino, geh nach draußen, geh Spazieren, und genieße einfach
für einige Augenblicke die Erde und all ihre Schnäppchen.
16. Kümmere dich um deinen Körper, kaufe dir die Creme die du schon immer mal ausprobieren wolltest, egal was sie kostet, sei sicher es kommt schon wieder irgendwo rein. Pflege dich mit Liebe und Kraft, liebe diesen Körper, der von Tag zu Tag mehr die Gestalt deines Meistergewandes annimmt.
17. Kuschel dich in den Schoß deiner Geisthelfer und Engel, vor dem einschlafen, lasse dich von den Himmelstauchern einfach in den Arm nehmen.
18. Sei dir in jeder Sekunde klar darüber, dass du es bist der alle Realitäten kreiert und erschafft – schlafe mit dem Gedanken der Liebe und dem Duft von tausenden von Blüten die die Erde umfliegen und jedes Herz berühren, ein.
Du bist das Licht – Du bist das ICH BIN – Du bist das Kind der Schöpfung!
ICH BIN
Ich bin ein Kind des Lichts!
JA!
Ich bin ein Kind vom Himmel!
JA!
Ich bin ein Kind mit Heimat!
JA!
Ich bin ein Kind mit Weisheit!
JA!
Ich bin ein Kind der Sterne!
JA!
Ich bringe euch die Sterne!
JA!
Ich bringe euch die Liebe des Lichts,
JETZT und HIER auf Erden !
JA!
Denn ich bin ein Kind des Lichts!
JA! ~ JA! ~ JA!
Wenn die Dinge in deinem Leben immer schwieriger werden, wenn 24 Stunden
im Tag nicht genug sind, erinnere dich an den "Blumentopf und das Bier".
Ein Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse und hatte einige Gegen-
stände vor sich. Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen sehr grossen
Blumentopf und begann diesen mit Golfbällen zu füllen. Er fragte die Studenten,
ob der Topf nun voll sei.
Sie bejahten es.
Dann nahm der Professor ein Behältnis mit Kieselsteinen und schüttete
diese in den Topf. Er bewegte den Topf sachte und die Kieselsteine rollten in
die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten
wiederum, ob der Topf nun voll sei.
Sie stimmten zu.
Der Professor nahm als nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen
in den Topf. Natürlich füllte der Sand den kleinsten verbliebenen Freiraum.
Er fragte wiederum, ob der Topf nun voll sei.
Die Studenten antworteten einstimmig "ja".
Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor und schüttete
Den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen
den Sandkörnern aus.
Die Studenten lachten.
"Nun", sagte der Professor, als das Lachen langsam nachliess, "Ich möchte,
dass Sie diesen Topf als die Repräsentation Ihres Lebens ansehen. Die
Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre
Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, die bevorzugten, ja leiden-
schaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls in Ihrem Leben alles
verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben trotzdem
noch erfüllend wäre."
"Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre
Arbeit, Ihr Haus, Ihr Auto. Der Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten. Falls
Sie den Sand zuerst in den Topf geben", fuhr der Professor fort, "hat es
weder Platz für die Kieselsteine noch für die Golfbälle. Dasselbe gilt für Ihr
Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren,
werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie auf die
Dinge, welche Ihr Glück gefährden.
Spielen Sie mit den Kindern. Nehmen Sie sich Zeit für eine medizinische
Untersuchung. Führen Sie Ihren Partner zum Essen aus. Es wird immer noch
Zeit bleiben, um das Haus zu reinigen oder Pflichten zu erledigen."
"Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind.
Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand."
Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier
repräsentieren soll.
Der Professor schmunzelte: "Ich bin froh, dass Sie das fragen. Es ist
dafür
da, Ihnen zu zeigen, dass, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag,
es hat immer noch Platz für ein oder zwei Bierchen."
Was auch immer Ihr anziehen wollt, Ihr müsst das, was Ihr wünscht zu manifestieren, werden und fühlen. Wenn Ihr Liebe wünscht, fühlt ein Gefühl der Liebe Euch selbst gegenüber, seid liebevoll und projiziert Liebe. Ihr seid eine magnetische Kraft. Ihr zieht Eure bewussten Wünsche zu Euch durch mentale Klarheit, emotionale Intensität und aktive Beteiligung (Ihr zieht auch jene negativen Energien zu Euch, die Ihr Euch in Eurem Unterbewusstsein und Tages-Bewusstsein erlaubt).
Die Bibel sagt, "Nehmt eine Tugend an, wenn Ihr sie nicht habt, und sie soll Euer sein." Als Teil der Universellen Gesetze der Manifestation müsst Ihr aktiv teilnehmen, um das, was Ihr Euch wünscht, zu manifestieren. Nehmt an, dass all die Schönheit, die Belohnungen , die Freude, der Frieden und die Vitalität des Schöpfers Euer sind. Es ist Euer Erbe.
Es gibt keinen Mangel, keine Beschränkung oder Entzug auf dieser Erde, außer im Bewusstsein der Menschheit. "Wie innen, so außen." Das Gesetz des Reichtums ist bereit, jedes Euer Bedürfnisse zu erfüllen, und die Bedürfnisse aller, doch Ihr müsst Reichtum fordern, visualisieren und Energien des Reichtums projizieren, ohne Zweifel, ohne Gefühle des Unwertseins oder der Schuld. "So, wie ein Mensch in seinem Herzen denkt, so ist er."
Der Schöpfer gab uns die Herrschaft über alles auf dieser Erde. Das war ein wunderbarer Segen, aber auch ein Verwalteramt; darum sind wir verantwortlich für den sicheren Gewahrsam der Erde und alles, was auf der Erde lebt. Alles existiert bereits im Universellen Geist; deshalb liegt es an Euch, darum zu bitten. Es liegt an Euch, wieviel von diesem Erbe Ihr beanspruchen werdet. Klarheit des Ziels, Vorstellungskraft, Visualisation, Stärke der Absicht und aktive Teilnahme sind die notwendigen Zutaten, um ein Meister der Mitschöpfung zu werden anstatt ein Meister der Beschränkung.
und es wurde Licht – keine Zweifel, keine Versuche, nur Schöpfung durch das Gesetz der Affirmation. Euer Unterbewusstsein und Euer Tagesbewusstsein akzeptieren, was Ihr über und für Euch selbst glaubt. Affirmationen reprogrammieren das Unterbewusstsein und dieses gibt Anweisungen an Euer Tagesbewusstsein. Was auch immer Ihr für Euch selbst affirmiert, wird das Gesetz Eures Wesens. Ihr müsst das, was Ihr wünscht zu werden und zu manifestieren, denken, ausführen und glauben.
Ihr seid Spirit in einem physischen Gefäß hier auf Erden, um die materielle Welt für den Schöpfer und die Großen Wesen des Lichts zu erfahren. Ihr habt eine Göttliche Blaupause Eures wunderschönen physischen Tempels in Eurem sogenannten Goldenen Ätherischen Netz kodiert, aber dieses Goldene Netz wurde getrübt enthält eine teerige Substanz. Es wurde während der Zeitalter vermindert durch all die negativen Gedankenformen und Energien, die Ihr in Euer aurisches Feld eingelassen habt. Beansprucht und aktiviert diesen perfekten Körper, der unter der Anleitung des Schöpfers entworfen wurde. Wiederholt täglich, "lCH BIN geistig und körperlich rein. ICH BIN stark, jung, gesund, voller Vitalität und schwinge im Zentrum meines Wesens in Liebe und Christuslicht." Sehnt Euch nicht danach, Euren Körper zu verlassen. Eure Aufgabe ist es, das Paradies zurück auf den Planeten Erde zu bringen – den Garten Eden (engl. E-don). Das ist der Begriff, den Erzengel Michael benutzt, was Gehorsam zur Göttlichen Weisheit bedeutet. Die gesamte Erde war der Garten Eden, nicht nur ein bestimmtes Gebiet.
Einst gab es eine Blume, die schon bei normalem Tages- oder Mondlicht schön anzusehen war. Die Leute dachten sich im Vorübergehen oft, wie schön sie doch erst im Abendlicht oder in der Morgendämmerung sein musste. Die wenigen, die jemals ihren Duft in sich aufnehmen konnten, vergaßen ihn nie wieder und erzählten noch ihren Enkeln am Lagerfeuer von der kleinen Blume auf dem hohen Berg. Doch niemand hatte bisher ihre wahre Schönheit gesehen oder wenn, dann behielten sie es für sich wie einen großen Schatz. Trotz allem war die kleine Blume aber einsam, da sich niemand mit ihrer Schönheit messen konnte.
Einst gab es eine Kerze, die sicher und behütet unter dem Dach einer Berghütte darauf wartete, entzündet zu werden und der Umgebung ein wenig Licht und Wärme zu spenden. Leider war die Hütte schon lange verlassen, so dass die Kerze einsam warten musste. Nach einiger Zeit (es waren wohl mehrere Jahre) hatte sie das Warten satt und überlegte, wie sie jemanden finden könne, der sie entzündete und für den sie da sein könnte. Nach langer Bedenkzeit (denn Kerzen denken langsam) wusste sie, dass sie nicht nur einfach irgendjemandem scheinen wollte, es sollte eine ganz besondere Person sein.
Einst gab es einen Stern, der so hell strahlte, dass er ohne weiteres für zwei Licht gab. Er hätte sicherlich einen Teil seiner Kraft in Sternschnuppen geben können, ohne dass er dabei dunkler wurde. So manch einsamem Wanderer wies er den Weg nach Hause, viel Gutes bewirkte sein Licht. Ein kleiner Planet, der um ihn kreiste, hinderte ihn jedoch daran, seine volle Pracht zu entfalten oder einen anderen Stern zu finden, der ebenso hell strahlte. Auch der helle Stern war einsam.
Eines Tages machte sich die schöne Blume auf den Weg und wanderte den Berg auf und ab. Nachts leuchtete ihr der Stern den Weg und tagsüber bewunderte er sie. Nach einigen Monaten Wanderschaft wurden die Blume und der Stern gute Freunde, die sich gegenseitig bewunderten und schätzen. Beide lernten einander so gut kennen, dass sie die wahre Schönheit des anderen sahen und so freuten sich über jede gemeinsame Stunde. Die Einsamkeit in ihrem Herzen konnte die Freundschaft aber nur kurz stillen, lag doch eine beinahe unüberwindbare Entfernung zwischen beiden.
Die Wochen verstrichen und noch immer wanderte die Blume durch die Berge, als sie plötzlich an eine verlassene Berghütte kam. Vorsichtig öffnete sie die Tür und horchte auf die Stille im Inneren. Als sie niemanden hörte, trat sie ein und sah sich ein wenig um. Nur eine einzelnen Kerze stand auf dem Tisch und irgendwie hatte sie das Gefühl, dass das Wachsgebilde ihr gerne Wärme und Licht schenken würde.
Die kleine Kerze hatte das Warten satt. Sie wollte gerade aufstehen und draußen nach einer liebenswürdigen Person suchen, der sie ihr Licht geben konnte, als unvermittelt die Tür knarrte. Sofort erstarrte die ängstliche Kerze und rührte sich keinen Millimeter, obwohl sie innerlich vor Angst bebte.
Zuerst geschah nichts, außer, dass kalte Luft von draußen hereinströmte. Dann aber spähte eine kleine Blume um die Türkante und sah sich vorsichtig um. Zögernd ging die Blume auf den Tisch zu, auf dem die vor Schreck immernoch erstarrte Kerze stand und betrachtete diese. Kurzentschlossen nam sie ein Streichholz vom Kaminsims und entzündete den Docht der Kerze.
Die Kerze verstand zuerst überhaupt nicht, wie ihr geschah, tat aber trotzdem artig ihre Pflicht. Nachdem sie ihre Furcht ein wenig verloren hatte, sprach sie die Blume an und kurz darauf waren beide in ein angenehmes Gespräch vertieft.
Die Blume freute sich über Licht und Wärme und die Kerze freute sich über die Schönheit und den wunderbaren Duft der Blume. Beide verbrachten lange Zeit miteinandern, außerhalb der Hütte zog die Sonne so oft vorbei, dass sogar der Mond beinahe einmal vollständig gewechselt hatte. Beide waren glücklich.
Nach einer Woche vermisste der Stern seine Freundin, die Blume, und er suchte im ganzen Land nach ihr. Den Berg untersuchte er sogar besonders genau. Er leuchtete in jede Höhle und strahlte in jede Spalte aus Angst, sie könne sich verletzt haben. Nach einem Monat anstrengender und aufreibender Suche fand er sie schließlich in der Berghütte sitzen und mit der Kerze sprechen.
Da erinnerte er sich an die schöne Zeit, die er mit der kleinen Blume erlebt hatte und schien mit aller Kraft durch das Fenster, um sie auf sich aufmerksam zu machen.
Als die kleine Blume das Sternenlicht von draußen hereinleuchten sah, blies sie schweren Herzens die Kerze aus und ging aus der Berghütte hinaus. Was aus ihr und dem Stern wurde, wusste die Kerze nicht, sie weinte noch eine letzte heiße, wunderschöne Wachsträne und legte sich schlafen. Am nächsten Tag dachte sie lange nach und kam zu dem Schluß, dass es schön war, wenigstens eine kurze Zeit für jemanden so schönen wie die kleine Blume scheinen zu dürfen und hoffte, dass sie und der Stern glücklich werden würden. Die Kerze wusste nicht, dass die Blume und der Stern niemals vereint sein können und träumte nachts häufig vom Glück der beiden. Langsam erstarrte die Kerze, die nur noch ein Docht in einer unebenen Fläche trockener Wachstränen war.
Eine süße Bisamratte
und ihr Bisamratten-Gatte
schwammen durch ihr kleines Reich
bei Rheinhausen hinterm Deich.
"Ach, wie glücklich könnt ich sein
hier am schönen Niederrhein,"
sprach die Frau zu ihrem Manne,
"wärst Du nicht so schrecklich panne
(tut mir leid, daß ich's erwähne):
Ständig bleckst Du Deine Zähne
und versaust mir meine Tage,
so daß ich mich langsam frage,
ob wir wohl zusammenpassen
oder ob wir's lieber lassen!?..."
"Du mein Liebchen, hör mich an!"
sprach darauf der Rattenmann,
"Daß Du es auch nie kapierst:
Wenn Du mich so provozierst,
liegen meine Nerven blank,
Dein Geschwätz macht mich ganz krank
und mein Magen dreht sich um;
weißt Du wirklich nicht, warum
ich mich manchmal selbst erschrecke,
wenn ich meine Zähne blecke???
Glaub mir, daß ich Dir nichts tue,
läßt Du mir nur meine Ruhe...!"
Ruhe kann ich nicht
gebrauchen!"
fing die Rättin an zu fauchen
"Penner-Männer sind mir schnurz,
das Leben ist schon so zu kurz;
ich such mir einen andern Mann,
der mich zufriedenstellen kann!"
"Es wär" sprach er, "auch sicher schlau,
sucht' ich mir eine andre Frau,
obwohl ich Dich noch immer liebe
und gern mit Dir zusammen bliebe;
das Spiel ist aus, ich fürchte bloß,
es geht von vorne wieder los!?..."
Bewerten und beurteilen
und zwar ständig -
den Alltag, Menschen, Situationen, Inhalte,
das eigene Verhalten und seine Wirkungen usw. -
ist lebensnotwendig,
um aktuell teilnehmen und
die eigene Position
immer wieder überprüfen und
weiter entwickeln zu können
("Wie ist das und was bedeutet das für mich ?
Wie geht es für mich besser ?
Will ich mir für mich etwas abschauen und
es ausprobieren? usw.).
Auch um die eigene Stellungnahme zu finden
("Wie würde ich das anpacken,
wenn ich betroffen wäre?" usw.).
Das ist ICH - bezogenes Bewerten und Beurteilen.
Dagegen der Versuchung zu
erliegen und
einen anderen,
sein Verhalten und Handeln,
sein Schön und Hässlich,
sein Richtig und Falsch,
sein Besser und Schlechter usw.
für ihn bewerten und beurteilen zu wollen,
wäre DU-bezogen
und nicht nur respektlos,
sondern auch tödlich für jede Beziehung.
Behauptet es doch:
"Ich weiß, was für dich gut und richtig ist!"
Wer weiß das schon?
Das kann nur jeder für sich selbst herausfinden!
Da wurden im Laufe der Zeit (bevorzugt in der Kindheit - aber auch noch gestern durch Behauptungen im Fernsehen und im Hörfunk - und noch vorhin durch meine eigenen Vermutungen und Fantasien) in meinen Kopf eingefüllt: Regeln und Gebote, was ‘man tun muss’ und wie ‘es richtig ist’, was ‘man zu denken, zu tun und auch zu lassen hat’, auch Wissen und Informationen, wie ‘man’ richtig schreibt und spricht, was die Schule, die Gesellschaft, die Wissenschaft, die Geschichte usw. sagen, auch sogenannte ‘Werte’ (von wem?) - ja sogar, was der liebe Gott will und was er nicht mag. - Behauptungen, Forderungen, Vorstellungen, Spekulationen! - Teilweise gegen meinen Willen, teilweise ohne dass ich es gemerkt habe und teilweise auch von mir selbst (weil ich geglaubt habe, dass es so sein muss).
Das alles hat also in den meisten Fällen mit mir - als ganzem Menschen - herzlich wenig zu tun. Meist bleibt es ‘Denken’, ohne dass ich es ‘persönlich’, durch entsprechendes Ausprobieren überprüft und im eigenen Leben angewendet hätte. Mir fehlt dazu also die eigene Erfahrung und damit das ‘Gefühl’. Ich kann mich persönlich damit nicht identifizieren.
Um immer mehr ganz zu werden, also gleichzeitig mit Verstand und Gefühl, als eigenständiger und bewusster Mensch - und nicht nur als gut funktionierender menschlicher Automat - teilnehmen zu können, brauche ich in erster Linie das Bewußt-sein, also die ganze Aufmerksamkeit dafür, was ich gerade (automatisch oder den bisherigen Gewohnheiten entsprechend) machen will.
Nun kann ich ‘das’ bewusst beachten und spüren, hinterfragen und mein Handeln jetzt neu und aktuell festlegen:
Wie ist das für mich?
Wie geht es mir damit?
Wie würde es mir damit
gehen, wenn andere das mit mir machten?
Welche anderen
(einfacheren, vielleicht auch verrückten, besseren, oder auch
anstrengenderen) Möglichkeiten gibt es noch, die mir sicherlich
gut tun würden - und anderen auch?
Ist es so menschlicher
und macht es mehr Freude?
Wie entscheide ich mich?
Was tue ich?
Wann?
Dieses ‘Ganz’-werden ist der Weg, mehr und mehr ein eigener Mensch zu werden. - Mehr und mehr das ‘Verbinden’ zu lernen - nicht nur von Verstand und Gefühl, sondern auch von Innen und Außen, von Mir mit Dir und den Verhältnissen, von Eigenem und Neuem (bisher Fremdem) usw. - in der jeweils (in diesem Augenblick) bestmöglichen, persönlichen Art.
Nicht für alles
sind Regeln sinnvoll und notwendig, selbst wenn sie vorhanden sind.
"Fantasie und Mut zur Lücke ermöglichen oft wichtige Erfahrungen und
auch eigene neue Erfindungen, die helfen können, die
Verbindungen mit mir selbst und mit Umgebung und Umwelt zu
verbessern!"
Darum geht es!
Herbert kam verspätet zu unserer Gesprächsrunde. Wir hatten bereits rote Köpfe und waren dabei, uns gegenseitig all das zu erzählen, was jeder ganz allgemein nicht gut fand und was ärgerlich war.
"Das ist ja unmenschlich! Was die planen, das kann ja kein Mensch mehr leisten! - Die ist ganz schön dumm, weil sie mit diesem Kerl geht! - Der hat verstaubte Ansichten, weil er sich so altmodisch anzieht! - usw. - usw."
Die Stimmung wurde allmählich immer angespannter und frostiger.
Herbert hörte
sich das eine Weile an und mischte sich dann ein:
"Das baut richtig auf, wenn man euch so zuhört!
Ich war unlängst in einem Seminar, in dem es darum ging, besser und
respektvoller miteinander umgehen zu lernen. Da habe ich erst gemerkt,
wie oft wir aneinander vorbei reden, ohne uns zu verstehen - und meist
auch noch, ohne es zu merken. Besonders interessant wird es, wenn es
Zunder gibt.
Der Seminarleiter hat behauptet:
‘Du siehst im anderen das, was mit dir selbst auch etwas zu tun hat!’
Das fand ich zunächst mal ganz schön überheblich. Dann haben wir das aber besprochen und herausgefunden, dass da doch etwas dran sein muss:
Wenn ich mich über einen anderen freue, weil der etwas macht, was ich auch mache oder auch schön finde, dann sage ich unwillkürlich:
‘Der ist toll! - Die tut mir gut! - Der macht das prima! - usw.’
Ich überlege nicht lange und es fällt mir meist nicht besonders auf, dass ich ja in diesem Punkt ähnlich denke oder handle oder dass mich eine ähnliche Sehnsucht bewegt. Ich spüre meine in der gleichen Richtung vorhandene innere Resonanz - und interpretiere sie als Freude ‘über den anderen’.
Wenn ich mich über einen anderen ärgere, weil der etwas macht, was ich nicht mag, was mich also stört, dann kommt meist ganz automatisch:
‘Die ist gemein! - Der ist unausstehlich! - Das ist widerlich und blöd! - usw.!’
Wieder spüre ich die vorhandene innere Resonanz - und interpretiere sie als Ablehnung und Ärger ‘über den anderen’.
Schon das gibt zu denken.
Doch dann haben
wir ein Spiel gemacht. Sehr interessant!
Das könnten wir jetzt gemeinsam wiederholen, wenn Ihr Lust dazu habt?"
Allgemeines Kopfnicken - und Barbara brachte es dann - noch etwas skeptisch - auf den Punkt: "Na, da bin ich aber neugierig! Aber wir haben uns heute ja noch auf kein Thema festgelegt. Vielleicht tut sich da für uns alle eine neue Richtung auf? Also mal los!"
Herbert fuhr fort:
"Wer mitmachen will, holt sich ein möglichst großes Blatt Papier und Schreibzeug.
Nimm das Blatt und teile es in der Mitte mit einem senkrechten Strich.
Vergegenwärtige dir die Personen oder Situationen, mit denen du in letzter Zeit immer wieder Schwierigkeiten und Ärger hattest.
Schreibe nun in die linke Spalte eine Person (Situation) als Überschrift und darunter deine Beschimpfungen, Beschuldigungen, Behauptungen und Erwartungen, die du ihr gesagt hast oder gerne sagen würdest (zum Beispiel: Du gehst mir auf den Geist, weil du ständig forderst und Erwartungen hast! - Der ist gemein, weil er mir nie zuhört und außerdem von sich selbst nichts rauslässt! - Du bist Schuld, weil ...........! - Ich kann doch von dir erwarten, dass ........., weil ......... ! - Du musst eben ........... , wenn ................. ! usw. - usw.).
Dann fahre fort mit der nächsten Person (Situation), über die du dich ärgerst oder aufregst und mache es genau so.
Fahre so fort, bis du die wesentlichen Ärger-Personen und -Situationen aufgeschrieben hast - dazu deine Ärger-Äußerungen und -Gedanken.
Wenn du
fertig bist, lege das Blatt zunächst beiseite, stehe auf und bewege
dich. Schüttle ganz bewusst all deine eben aus der Vergangenheit
wieder aufgewärmten Ärger-Erinnerungen ab.
Tue bewusst etwas für dich, was dir gut tut und dir
wieder zu einer besseren Stimmung verhilft.
Dann nimm das Blatt wieder zur Hand und ergänze die freie, rechte Spalte, indem du die Beschuldigungen von links in die entsprechende ‘Ich-Form’ überträgst und aufschreibst (zum Beispiel: Ich gehe mir auf den Geist, weil ich ständig fordere und Erwartungen habe. Ich bin gemein, weil ich nie zuhöre und außerdem von mir selbst nichts rauslasse. - Ich bin Schuld, weil ...........! - Ich kann doch von mir erwarten, dass ........., weil ......... ! - Ich muss eben ........... , wenn ................. ! - usw. - usw.).
Vergleiche nun langsam jeden Eintrag der linken und der zugehörigen
rechten Spalte.
Beachte dabei besonders deine Gefühle und deine Innere Stimme!
Es kann sein, dass der eine oder andere Eintrag dir selbst Informationen über dich anbietet und dir damit weiterhilft.
Es ist ungemein wichtig, herauszufinden und zu beachten:
‘Wie mache ich es denn gerade? - Und wie fühle ich mich dabei?’
Von da aus lässt sich dann - wenn gewollt und wenn es einem das wert ist - selbst etwas in die mehr gewünschte Richtung verändern (zum Beispiel in kleinen Schritten für mehr eigene Freude, Wohl-fühlen und Leichtigkeit zu sorgen - alleine, zusammen mit dem Partner und mit anderen).
Ziehe nun für dich deine eigenen Schlüsse."
Es kamen ganz schön lange Listen zustande und jeder war sichtlich beeindruckt über den Spiegel, den ihm die rechte Spalte da anbot.
So hat Herbert mit seinem Zu-spät-kommen, seinem kritischen Zuhören und dann seinem Erzählen, unserem aktuellen Beisammensein das Thema und uns allen viele neue Anregungen gebracht.
Nach dem Aufschreiben und Vergleichen war keine Zeit mehr, uns zu den gewonnen persönlichen Eindrücken auszutauschen. Aber das war ganz gut. So blieb Zeit, die gewonnenen Erkenntnisse bis zum nächsten Treffen einwirken zu lassen, weiter zu beobachten und sie so noch genauer zu klären.
Ich fand das
alles ungemein spannend!
Ich denke, dass dieser Spaltenvergleich auch ein wertvolles Spiel für
sich nahe stehende Menschen (Partner) sein kann, die mehr über sich
selbst erfahren und ehrlicher und bewusster miteinander
umgehen lernen wollen.